Milliardenauftrag für Siemens und IBM
Bundeswehr modernisiert ihre IT

Nach jahrelangen Verhandlungen soll das 6,65 Milliarden Euro teure IT-Projekt „Herkules“ zur Modernisierung der IT- und Kommunikationsnetze der Bundeswehr im kommenden Jahr an ein Konsortium aus Siemens und IBM vergeben werden.

FRANKFURT. Im Rahmen eines Großprojekts will die Bundeswehr ihre gesamte nicht-militärische Informationstechnologie modernisieren und in eine neue IT-Gesellschaft auslagern. Für dieses Großprojekt suchte die Bundeswehr seit Juni 2001 Partner in der Industrie, die bereit sind, die Mehrheit der neuen IT-Gesellschaft zu übernehmen. Rechtzeitig zu Weihnachten kam der Durchbruch: „Wir haben uns in allen wesentlichen Punkten geeinigt und machen uns in den nächsten Wochen daran, das Vertragswerk fertig zu stellen“, bestätigte ein Ministeriumssprecher.

Das Projekt umfasst die Modernisierung der teilweise völlig veralteten Daten- und Fernsprechnetze, Rechenzentren, Softwareausstattung sowie Wartungsverträge für die kommenden zehn Jahre. Ziel ist es, die bisher kaum vernetzbare Telefon- und Computerausrüstung zu vereinheitlichen.

Nicht zum Projekt gehört die mit Waffensystemen verbundene IT, die weiterhin in der Kontrolle der Bundeswehr bleibt. Auch die flächendeckende Einführung von SAP-Standardsoftware bei der Bundeswehr gehört nach Aussage eines Sprechers des Verteidungsministeriums „nicht zum Projekt Herkules, sondern zu einem separaten Projekt, das die Bundeswehr in Zusammenarbeit mit SAP durchführt.“

Im Rahmen des zunächst auf zehn Jahre ausgelegten Herkules-Projekts soll die Kommunikationsinfrastruktur der Bundeswehr künftig von einer eigenen IT- und Telekommunikationsgesellschaft betrieben werden, an der die öffentliche Hand mit 49,9 Prozent beteiligt sein soll, während Siemens und IBM gemeinsam 50,1 Prozent der Anteile halten. Die Bundeswehr zahlt 665 Mill. Euro pro Jahr für die Dienste.

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