Milliardenübernahme beabsichtigt
Hewlett Packard steht vor Kauf von EDS

Der weltgrößte PC-Hersteller Hewlett-Packard (HP) greift nach dem amerikanischen IT-Dienstleister EDS. Der Kaufpreis könnte Insidern zufolge bis zu 13 Milliarden Dollar (8,37 Milliarden Euro) betragen. Beide US-Firmen bestätigten am Montagabend, sie würden Gespräche im fortgeschrittenen Stadium zu dem Thema führen. Die Aktien der Unternehmen reagierten deutlich - aber nicht einheitlich.

HB NEW YORK. Außer die Gespräche zu bestätigen, wollten sich weder HP noch EDS äußern. Mit der Sache vertraute Personen sagten, die Verhandlungen seien weit fortgeschritten. Die Firmen planten eine Mitteilung nach Börsenschluss am Dienstag.

Die EDS-Aktien stiegen nach Bekanntwerden der Pläne um fast 28 Prozent auf 24,13 Dollar, womit das Unternehmen an der Börse mit knapp zwölf Mrd. Dollar bewertet ist. HP-Papiere gaben 4,9 Prozent auf 46,74 Dollar nach. Die Anteilsscheine beider Unternehmen wurden kurz vor US-Börsenschluss vom Handel ausgesetzt, weil das "Wall Street Journal" in seiner Onlineausgabe von der beabsichtigten Übernahme berichtet hatte.

Im nachbörslichen Handel gaben die HP-Papiere bis gegen 20 Uhr Ortszeit nochmals um 1,2 Prozent auf 46,25 Dollar nach, die Aktien von Electronic Data Systems (EDS) legten um weitere 0,6 Prozent auf 24,28 Dollar zu.

Mit der Übernahme würde HP seine weiteren Geschäftsfelder neben Computern und Zubehör deutlich ausbauen und könnte insbesondere den Abstand zum weltweit größten Computer-Dienstleister IBM verringern. "HP hat in den zurückliegenden zwei Jahren intern alle Register gezogen, um sein Geschäft voranzubringen", sagte Analyst Brent Bracelin von Pacific Crest Securities. Das Volumen des Deals lasse vermuten, dass HP sich offenbar nur noch von Zukäufen das gewünschte Wachstum verspricht. Der Bereich Computer-Dienstleistungen garantiert ein stetiges Einkommen mit hohen Margen auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten.

Im vergangenen Jahr war auch über ein Interesse der Deutschen Telekom an EDS spekuliert worden. Electronic Data Systems ist einer der führenden IT- Dienstleister weltweit.

EDS-Chef Ronald Rittenmeyer fährt derzeit einen harten Sparkurs, um im harten Wettbewerb mit niedrigeren Preisen punkten zu können. Im ersten Quartal dieses Jahres ist das Auftragsvolumen 66 Prozent auf 5,6 Mrd. Dollar in die Höhe geschnellt.

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