Milliardenübernahme
Oracle legt sich mit Cisco an

Für mehr als zwei Milliarden Dollar kauft Oracle den Netzwerkspezialisten ACME Packet. Damit greift Oracle-Chef Larry Ellison den Riesen Cisco an – doch der wird sich zu wehren.
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San FranciscoSoftware und Datenbanken sind Larry Ellison nicht mehr genug. Mit einer Milliardenübernahme unterstreicht der exzentrische Milliardär und CEO von Oracle seine Ambitionen im Netzwerkmarkt. Ein lukratives Zukunftsgeschäft, beherrscht vom kalifornischen Riesen Cisco. Mit diesem Schritt wird auch immer deutlicher, wie weit sich Oracle aus dem kalifornischen Redwood Shores schon vom einstigen Konkurrenten SAP aus dem deutschen Walldorf entfernt hat, der immer noch ausschließlich im Softwaremarkt agiert.

Nur noch die Langweiler von Gestern haben heute in den Büros ihre Wähltelefone mit einer eigenen Telefonleitung neben dem Computer mit dem Internetanschluss auf dem Schreibtisch. Moderne Unternehmen im Silicon Valley und darüber hinaus setzen auf integrierte Netzwerke aus einem Guss, die sowohl die Daten als auch Sprache übertragen. Dabei wird die Sprache im Prinzip genauso wie Video- oder Textdaten in kleine digitale Pakete aufgeteilt und über das Internet-Protokoll verschickt, im Fachjargon „Voice over IP“.

Viele Unternehmen und Bürger telefonieren sogar schon mit Voice over IP ohne es zu wissen. Nämlich dann, wenn ihr Telefonunternehmen sein Netz auf die deutlich effektivere und preisgünstigere IP-Telefonie umgestellt hat. Bekanntestes Voice over IP-Unternehmen ist sicherlich Skype. Der Dienst für Telefonie, Videotelefonie und Textchat wurde 2011 für 8,5 Milliarden Dollar von Microsoft übernommen und in das neue Büropaket Office 2013 integriert und soll Rückgrat aller Kommunikationssoftware für den Unternehmensbereich werden.

ACME Packet aus Bedford, Massachusetts, stellt Ausrüstung für solche IP-Netze her und nennt Kunden wie ausgerechnet Skype, O2, British Telecom oder den größten US-Mobilfunkbetreiber Verizon. Immerhin 89 der 100 größten Telekomunternehmen sind laut Eigenwerbung Kunden von ACME. Für 29,95 Dollar pro Aktie oder insgesamt 2,1 Milliarden Dollar geht der Netzwerkspezialist mit den hervorragenden Kundenkontakten in die Telekomwelt nun an Oracle.

Netto, wenn die Barreserven abgezogen sind, verbleibt ein Kaufpreis von 1,7 Milliarden Dollar, sagt Oracle. Der Kaufpreis liegt 22 Prozent über dem letzten Schlusskurs der Aktie. „Oracle baut Produktangebot und Marktpräsenz immer weiter aus“, sagt Dan Ives, Analyst von FBR Capital Markets. „Dieser Kauf passt hervorragend in die Strategie.“

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  • Der Autor beweist wieder wie man bar jeder Ahnung eine Meinung haben kann.
    VoIP gibt es bereits seit 10jahren in jeder Siemens Telefonanlage. 1&1 benutzt es seit ca. 6Jahren mit Vollanschlüssen.
    Das Telekom-Backbone ist VoIP (Fernebene). Die Ortsebene wird selbst bei Analoganschlüssen im DLU digitalisiert.
    In den USA ist das noch ein Geschäft da ZTE und Co mit homeland security in Schach gehalten wird und die Preise nicht am Boden liegen.

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