Milliardenverluste
Ex-Olympus-Chef gibt Vertuschung zu

Der Ex-Chef des japanischen Kameraherstellers hat sich zusammen mit zwei anderen Managern der Vertuschung schuldig bekannt. Das Unternehmen hatte in den 90ern Milliardenverluste erlitten – ohne dass jemand davon erfuhr.
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TokioDer frühere Vorstandschef des japanischen Kamera- und Medizingeräteherstellers Olympus hat sich der Vertuschung von Verlusten schuldig bekannt. Da gebe es nichts zu beschönigen, erklärte Tsuyoshi Kikukawa am Dienstag zu Beginn des Prozesses wegen der jahrelangen Verschleierung von Verlusten des Unternehmens. „Die ganze Verantwortung liegt bei mir.“ Mit Kikukawa bekannten sich auch noch zwei weitere frühere Manager, der ehemalige Vize-Chef Hisashi Mori und der ehemalige Rechnungsprüfer Hideo Yamada, schuldig. Ihnen drohen bis zu zehn Jahre Haft.

Die Verluste, die in den 1990er Jahren entstanden, sollen sich auf 117,7 Milliarden Yen (1,15 Milliarden Euro) belaufen haben. Vertuscht wurden diese mit Hilfe undurchsichtiger Beraterhonorare und von Abschreibungen auf vier Firmenkäufe.

Ans Licht kam der Skandal erst im Oktober vergangenen Jahres durch den damaligen Vorstandschef Michael Woodford, der glaubte, merkwürdige und überhöhte Ausgaben entdeckt zu haben. Woodford wurde entlassen, nachdem er dem Aufsichtsrat seine Zweifel mitgeteilt hatte. Im März wurde Anklage gegen die drei Manager und den Konzern erhoben.

Agentur
dapd 
DAPD Deutscher Auslands-Depeschendienst GmbH / Nachrichtenagentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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