Mit den Einsparungen sollen neue Zeitschriftenprojekte finanziert werden
Münchener Burda Verlag plant weiteren Stellenabbau

Die Münchener Verlagsriese Burda will die Kosten weiter massiv senken. Der Zeitschriftenkonzern (Focus, Bunte, Elle) plant, im Verlag rund 20 Mill. Euro einzusparen. Dies soll unter anderem durch den Abbau von 40 Stellen erfolgen.

lip HB HAMBURG. Zudem sollen befristete Arbeitsverträge nicht verlängert werden. Wie viele Mitarbeiter hiervon betroffen sind, wollte ein Burda-Sprecher aber nicht sagen. Der Konzern beschäftigt rund 7 500 festangestellte Mitarbeiter.

Mit den Einsparungen wollen die Münchener weiterhin über ausreichende Kapitalmittel verfügen, um neue Zeitschriftenprojekte anzuschieben, heißt es. Zudem reagiert das Burda auf das rückläufige Anzeigengeschäft. Denn von 2000 bis 2005 haben die Münchener einen Anzeigenrückgang von rund 80 Mill. Euro zu verkraften, erläutert Jürgen Todenhöfer, stellvertretender Vorstandschef der Hubert Burda Media. Ob es sich dieser Abwärtstrend weiter fortsetzt, ließ er allerdings offen. Doch die Aussichten für den Printkonzern sind nicht rosig Denn der Verband deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) geht 2005 für die Branche nur von einer „leichten Belebung aus“, erklärte ein VDZ-Sprecher. Burda setzte 2004 im Anzeigengeschäft rund 545 Mill. Euro um.

Mit den geplanten Kürzungen will der Konzern seine Schlankheitskur fortsetzen: Das Unternehmen hatte bereits angekündigt, rund 200 von 950 Stellen in der Tiefdruckerei in Offenburg abzubauen. „Wir sind mit dem Betriebsrat im Gespräch, eine Beschäftigungsgesellschaft zu gründen“, sagte ein Burda-Sprecher. Grund hierfür ist der verschärfte Wettbewerb im Tiefdruckmarkt. Die Bertelsmann-Tochter Arvato und die Axel Springer AG hatten jüngst ihre Tiefdruckereien verschmolzen, um auf die Krise im Anzeigengeschäft zu reagieren. Auch der Hamburger Bauer-Verlag will bei der Kölner Tiefdruckerei massiv Stellen streichen. Im Gespräch sind hier mehr als 300.

Betroffen von den Einschnitten im Verlagsbereich von Burda sind unter anderem die Burda People Group, Medien Park Verlage, Verlag Arabellastraße und Super Verlag. Die Zeitschrift „Ellegirl“ soll als eigenständige Zeitschrift eingestellt werden und künftig nur noch im Internet und als Beilage erscheinen. Darüber hinaus sollen die Redaktionen aber verschont bleiben.

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