Mit Sky Deutschland
Murdoch will Pay-TV-Reich neu ordnen

Es wäre ein Milliardendeal: Der Medienmogul Rupert Murdoch will seine Pay-TV-Sender unter dem Dach des britischen Konzerns BSkyB zusammenlegen. Den Aktionären von Sky Deutschland will er aber nicht viel bieten.
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LondonDer Medienzar Rupert Murdoch will sein Fernsehimperium in Europa neu ordnen – und der deutsche Pay-TV-Sender Sky spielt dabei eine wichtige Rolle. Der 83-jährige Unternehmer plant, unter dem Dach der britischen Sendergruppe BSkyB die Bezahlkanäle in Großbritannien, Deutschland und Italien zu bündeln. Die Gespräche seien in einem frühen Stadium, erklärte BSkyB am Montag. Ob es zu einer Transaktion kommt, sei nicht sicher. Nach Informationen der Nachrichtenagentur Bloomberg laufen die Verhandlungen indes schon seit Monaten, ein Deal könnte im Sommer erreicht werden.

Überlegungen zum Umbau der europäischen Pay-TV-Aktivitäten hatte es in Murdochs Konzern 21st Century Fox immer wieder gegeben. Bislang kontrolliert er die Anteile an den drei europäischen Gesellschaften direkt von den USA aus: Sky Italia gehört Murdoch komplett, an Sky Deutschland hält er eine Mehrheit von 57 Prozent. Nur das britische Geschäft hat der Medienzar nicht voll unter Kontrolle, hier beträgt der Anteil von 21st Century Fox knapp 40 Prozent.

Murdoch könnte die beiden Sender Sky Deutschland und Sky Italia nun BSkyB zuschlagen. Nach Einschätzung von Bloomberg würde der britische Konzern rund 10 Milliarden Euro zahlen.

Der Verbund hätte das Potenzial, eine „internationale Pay-TV-Gruppe von Weltklasse“ zu werden, erklärte BSkyB am Montag. Das Kalkül hinter dem Deal: Der britische Konzern erhielte gegenüber den Inhabern von Sport- und Filmrechten ebenso mehr Verhandlungsmacht wie gegenüber der Werbewirtschaft.

Sollte BSkyB die Sky-Deutschland-Anteile übernehmen, müsste der Konzern den übrigen Aktionären ein Übernahmeangebot machen. Dabei würde BSykB aber nur den gesetzlich geforderten Mindestpreis von 6,80 Euro zahlen, der dem Durchschnittskurs der vergangenen drei Monate entspricht – einen Aufschlag will das britische Unternehmen nicht anbieten.

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„Bei den Programmkosten wenig Synergiepotenzial“

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