Mit Unterstützung von Springer
Politico startet EU-Ausgabe im Frühjahr

Politico steht in den USA für eine Revolution der Politikberichterstattung. Im Frühjahr 2015 will die Nachrichtenseite auch in Europa an den Start gehen. Unterstützung kommt dabei von deutscher Seite.
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BerlinDer europäische Ableger der amerikanischen Onlineplattform Politico geht im Frühjahr 2015 an den Start. Für das vom deutschen Verlag Axel Springer („Bild“, „Die Welt“) maßgeblich mitfinanzierte Projekt wird nach Angaben vom Mittwoch in den kommenden Monaten in Brüssel eine Redaktion mit mehr als 30 Journalisten aufgebaut. Sie soll Texte über die EU-Politik für die Webseite politico.eu schreiben und eine Wochenzeitung erstellen.

Um das Herausgeben der Printversion zu erleichtern, übernahm das Joint-Venture von Politico und Axel Springer die in Brüssel erscheinende Wochenzeitung „European Voice“. Sie werde künftig unter dem Namen „Politico“ erscheinen, teilten die Unternehmen mit. Ein Großteil des neuen Angebots soll sich an Politik-Insider wenden und kostenpflichtig sein.

Details zu den Investitionen nannte Springer bei der Vorstellung des Projekts nicht. „Wir werden ausreichend Mittel zur Verfügung stellen, um die Redaktion in der Größenordnung und Qualität aufzubauen, die wir brauchen“, kommentierte Ralph Büchi, Präsident von Axel Springer International. Auch den Kaufpreis für „European Voice“ und die ebenso erworbene Veranstaltungsagentur DII wolle man nicht nennen.

Geld will Politico vor allem mit einem Abo-Dienst für Politiker, deren Mitarbeiter und für Lobbyisten verdienen. „Wir werden den Markt hier ganz genau analysieren, um zu sehen, wo wir die Preise im Detail ansetzen“, erklärte Büchi. Grundsätzlich werde man sich aber am US-Angebot orientieren, wo Nutzer zum Teil mehrere Tausend Dollar für ihr Abonnement zahlten.

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Kampf um die Führung bei der EU-Berichterstattung

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