Mitbewerber Swisscom und Belgacom ausgestochen
Tschechiens Telekom geht an Telefonica

Die tschechische Regierung hat den Verkauf einer Mehrheitsbeteiligung bei der Cesky Telecom an die spanische Telefonica genehmigt. Telefonica hatte 3,6 Mrd. Euro für die 51,1% des Staates an Cesky Telecom geboten.

HB PRAG. Die Regierung habe der entsprechenden Empfehlung der Privatisierungskommission einstimmig entsprochen, sagte der Finanzminister Bohuslav Sobotka. Die Transaktion soll nun im ersten Halbjahr abgeschlossen werden. Es handelt sich um den zweitgrößten Verkauf einer Staatsbeteiligung in der tschechischen Geschichte nach dem Verkauf der Gasgesellschaft Transgas an RWE.

Telefonica, von der Marktkapitalisierung die größte europäische Telefongesellscaft, hat mit ihrem Angebot die Mitbewerber Swisscom und Belgacom ausgestochen. Der zentral- und osteuropäische Telekommunikationsmarkt ist Neuland für Telefónica. Die Spanier konzentrieren sich bislang auf ihre Heimat und Lateinamerika. Im vergangenen Jahr kauften sie die lateinamerikanischen Mobilfunkbeteiligungen von Bell South für knapp fünf Mrd. Euro. Das Geschäft in Ländern wie Chile und Brasilien verhilft Telefónica zu hohen Umsatzzuwächsen - ein Plus von knapp sieben Prozent auf 30 Mrd. Euro. Damit wuchs Telefónica schneller als Konkurrenten wie die Deutsche Telekom oder France Télécom. Mit der Übernahme der Cesky Telecom will Telefónica-Chef César Alierta offenbar die Abhängigkeit vom lateinamerikanischen Markt verringern.

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