Mittelstand
IT-Branche: Provinzialität als Stärke

Der IT-Branche in Deutschland geht es ziemlich gut. Von der Finanzkrise spürt sie kaum etwas. Der Grund: Die deutschen Unternehmen sind meist Mittelständler, die ihr Geschäft in der Heimat machen. Große Konzerne wie SAP sind die Ausnahme.

MÜNCHEN. Ein Glück, dass es in Deutschland kaum international erfolgreiche IT-Konzerne gibt. Sonst hätte die Finanzkrise wohl schon längst auch in der Bundesrepublik ihre Opfer gefordert. Weil die deutsche IT-Branche aber aus vielen Mittelständlern besteht, die ihr Geschäft vor allem in der Heimat machen, ist von den weltweiten Turbulenzen bisher kaum etwas zu spüren. "Im Augenblick ist noch alles in Ordnung, doch je weiter man in die Zukunft schaut, desto unsicherer wird man", sagte gestern August-Wilhelm Scheer, der Präsident des Branchenverbands Bitkom.

Der Zusammenschluss von Unternehmen der Informationstechnik- und Telekombranche hat sich vergangene Woche unter seinen Mitgliedern umgehört. Das Fazit, das der Bitkom nun in München auf der IT Systems-Messe vorgestellt hat: Noch laufen die Geschäfte prächtig, viele Unternehmer rechnen aber nächstes Jahr mit einem deutlich schwierigeren Umfeld.

Befragt wurden 301 mittelständische Firmen, die hauptsächlich im Inland tätig sind. Diese Unternehmen lässt der Einbruch auf den Finanzmärkten derzeit weitgehend kalt: Sie beliefern kaum die großen Banken, die in jüngster Zeit ins Trudeln geraten sind.

Scheer betonte, dass das Ergebnis der Umfrage unter international tätigen Konzernen wohl ganz anders aussehen würde. Aber solche gibt es in der Branche in Deutschland kaum.

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