Mobil-Umsatzrückgang: Telekomkonzern KPN streicht Arbeitsplätze

Mobil-Umsatzrückgang
Telekomkonzern KPN streicht Arbeitsplätze

Der Umsatzrückgang im Mobilgeschäft macht dem niederländischen Telekomkonzern KPN zu schaffen. Jetzt sollen bis zu 2000 Stellen gestrichen werden. Besser steht KPN beim Festnetz da.
  • 0

BrüsselDer niederländische Telekomkonzern KPN streicht bis zu 2000 Stellen. Da Kunden keine zusätzlichen Daten per Handy versenden oder öfters zum Hörer greifen als in ihren Monats-Verträgen vorgesehen, habe sich der Umsatzschwund im Heimatmarkt zuletzt beschleunigt, teilte der Konzern am Dienstag mit. Stattdessen würden immer mehr Verbraucher über das Internet telefonieren.

Im Schlussquartal 2013 fiel das Ergebnis im operativen Geschäft nach Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) um 30 Prozent auf 614 Millionen Euro und lag damit noch niedriger als von Analysten erwartet. Nun sollen in den Niederlanden 1500 bis 2000 Stellen gestrichen werden. Seit 2011 sind bereits 4650 Arbeitsplätze weggefallen. Ende 2012 beschäftigte KPN 26.000 Menschen.

Besser steht KPN im Festnetzgeschäft da. Immer öfter konnte der Konzern Paketangebote zusammen mit einem schnellen Internetzugang sowie TV verkaufen. Nach Abschluss des Verkaufs der deutschen Tochter E-Plus an die spanische Telefonica will die Gruppe 2014 dennoch wieder eine Dividende von 0,07 Euro pro Aktie zahlen.

Bereits im Oktober hatte der Konzern, der sich zuletzt erfolgreich gegen eine Komplettübernahme durch den mexikanischen Milliardär Carlos Slim gewehrt hat, mitgeteilt, wegen der schmelzenden Gewinne weniger in den Netzausbau zu investieren. Der Markt quittierte die Ankündigung mit einem deutlichen Minus. KPN-Aktien fielen zu Handelsbeginn um fast sechs Prozent.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Mobil-Umsatzrückgang: Telekomkonzern KPN streicht Arbeitsplätze"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%