Mobile World Congress 2008
Microsoft setzt verstärkt auf Partnerschaften

Mit einer ganzen Reihe von Kooperationen will Microsoft im Mobilfunkmarkt aufholen. Ziel des Unternehmens ist es, die Verbreitung seines mobilen Betriebssystems Windows Mobile voranzubringen. Dazu geht der Softwareriese einmal mehr auf Einkaufstour.

HB BARCELONA. Der Softwarekonzern werde für einen nicht genannten Preis den kalifornischen Softwareentwickler Danger kaufen, kündigte Microsoft - Manager Robbie Bach am Montag auf dem Mobile World Congress in Barcelona an. Die Firma aus Palo Alto entwickelt Software unter anderem für soziale Netzwerke Kommunikations-Werkzeuge und war seinerzeit auch bei der Entwicklung des von T -Mobile vertriebenen Smartphones Sidekick beteiligt.

"Microsoft wird über sein derzeitiges Angebot für Geschäftskunden eine Vielzahl neuer Erlebnisse für mobile Konsumenten entwickeln", kündigte Bach an. Mit Windows Mobile versucht der Software-Gigant seit einigen Jahren, seinen Erfolg bei Personal Computern auf mobile Geräte und Handys zu übertragen, anfänglich mit sehr mäßigem Erfolg. Microsofts Mobil-Betriebssystem konkurriert vor allem mit dem unter anderem von Nokia entwickelten Symbian. Voraussichtlich in diesem Jahr werden auch erste Handys mit dem angekündigten Betriebssystem des Suchmaschinen-Spezialisten Google auf den Markt kommen.

In Barcelona sind bereits erste Handy-Prototypen mit der Android genannten Plattform zu sehen. Bei Kommunikations-Anwendungen für das mobile Social Networking steht Microsoft auch mit Yahoo und dessen Softwarepaket Yahoo Go in Konkurrenz.

Bach kündigte darüber hinaus an, dass Handys mit Windows- Betriebssystem künftig auch eine ganze Reihe von Vertriebspartnern, darunter TechData, Brightstar, Telecom Italia und Telefónica in ihr Portfolio aufnehmen. Zudem konnte der Software-Riese den Handy- Hersteller Sony -Ericsson für sich gewinnen. Das Unternehmen will bis Ende dieses Jahres erstmals auch ein Handy mit Windows Mobile auf den Markt bringen, hatte Sony Ericsson angekündigt.

Damit hätten nun alle führenden Hersteller Geräte mit Windows Mobile im Programm, sagte Bach. Microsoft will mit dem neuen Partner vor allem weiter in den Verbraucher-Markt vordringen. Unter der Marke Xperia soll das Design- Handy mit dem Namenskürzel X1 allerdings im höherpreisigen Marktsegment vertrieben werden.

Lange tat sich der Software-Riese schwer, im Mobilfunkmarkt Fuß zu fassen, doch inzwischen kann das Unternehmen auf einen guten Erfolg zurückblicken. Gemessen an der verkauften Stückzahl habe Windows Mobile zuletzt sowohl Apples iPhone als auch den Blackberry des Herstellers Research in Motion (RIM) überholt, sagte Bach. Im vergangenen Geschäftsjahr wurden nach Angaben von Microsoft 11 Millionen Windows-Mobile-Lizenzen verkauft, für dieses Jahr erwartet das Unternehmen, 20 Millionen Lizenzen zu verkaufen.

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