Mobiles Internet Google und Microsoft verlieren erstes Gefecht

Die beiden Technologie-Konzerne Google und Microsoft patzen bei ihren Ergebnissen. Die Anleger sind enttäuscht. Im Ringen mit dem allgegenwärtigen Gegner Apple haben sie sich in fremden Geschäftsfeldern verzettelt.
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Der Internet-Konzern gab seine Quartalsergebnisse verfrüht heraus. Quelle: AFP

Der Internet-Konzern gab seine Quartalsergebnisse verfrüht heraus.

(Foto: AFP)

San FranciscoGoogle und Microsoft haben beide mit ihren Ergebnissen enttäuscht. Die Gründe sind zwar unterschiedlich, aber die Lektion ist dieselbe: Mische dich nicht in Bereiche ein, von denen du nichts verstehst. Gemeint ist die Hardwareproduktion. Aber beide werden vor der Drohkulisse des übermächtigen Gegners Apple diese Lektion ignorieren. Sie wollen lieber eine Schlacht verlieren, um am Ende den Krieg um das mobile Internet zu gewinnen. Eine Gratwanderung mit möglicherweise fatalem Ausgang.

Google lernt gerade schmerzhaft die Lektion wie schwer es ist, als Software- und Service-Unternehmen eine Hardware-Sparte zu führen. Motorola Mobility, mit einem Verlust von 527 Millionen Dollar im dritten Quartal, riss nicht nur das gesamte Quartalsergebnis des Konzerns in die Tiefe, sondern die Aktie gleich mit.

Obwohl sich das Kerngeschäft rund um die Suchmaschine trotz gesamtwirtschaftlicher Probleme verhältnismäßig stabil zeigt, reichen die Probleme der 12-Milliarden-Dollar-Akquisition aus, Analysten und Anleger zu verunsichern.

Motorola könnte auf Dauer zum Milliardengrab werden und am Ende noch in einer gigantischen Abschreibung enden. Selbst wenn die Sanierung irgendwann abgeschlossen ist, wird Motorola noch lange nicht zum Erfolg. Bei Smartphones mit Googles Betriebssystem Android – und um die geht es hier – verdient derzeit nur einer, und das ist der koreanische Gigant Samsung.

Auf ihn ist Google auf Gedeih und Verderb angewiesen. Samsung anzugreifen und zu schwächen hieße gleichzeitig Apple zu stärken. Motorola nur als mittelmäßigen Nischenanbieter dahin dümpeln zu lassen, hieße einen Verlustbringer auf Dauer zu etablieren.

Gift für das Geschäftsmodell

Microsoft startet kommende Woche nicht nur den Hoffnungsträger Windows 8, sondern auch den Verkauf seines eigenen Tablet-PC Surface, sowohl mit Intel-Prozessor als auch dem konkurrierenden ARM-Prozessor. Dabei gibt es genug Beispiele, die Vorstandschef Steve Ballmer hätten warnen können.

Microsoft braucht jeden Verbündeten
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11 Kommentare zu "Mobiles Internet: Google und Microsoft verlieren erstes Gefecht"

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  • Siehe bei Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Foxconn
    HTC und LG sind (anscheinend) nicht dabei, die restlichen sindd aber ebenfalls sehr interessant:
    Zur Zeit sind folgende Unternehmen Großkunde bei Foxconn:
    Acer (Taiwan)
    Amazon.com (USA)
    Apple Inc. (USA)
    Cisco (USA)
    Dell (USA)
    Hewlett-Packard (USA)
    Intel (USA)
    Microsoft (USA)
    Motorola Mobility (USA)
    Nintendo (Japan)
    Nokia (Finnland)
    Sony (Japan)
    Toshiba (Japan)
    Vizio (USA)

  • @EuroTanic: Danke für die Anregung. Ich werde mal mit meinen Kollegen in Asien sprechen, vielleicht kann man da eine schöne Geschichte draus machen. Auch vor dem Hintergrund, dass immer noch Arbeitsplätze aus den USA nach China und zunehmend Vietnam und Kambodsche verlagert werden.

  • Handhelds und Internet gehören zur modernen "Brot&Spiele" Ablenkung der tumben Bevölkerung. Was hat das Internet, oder was hat irgendein Mobilfunkgerät der Menschheit gebracht? NICHTS. Im Gegenteil. Ich bin kein Technikhasser, aber unsere Ressourcen können für sinnvollere Dinge verwendet werden als den diditalen Müll zur Beschäftigung von Millidioten.

  • Haha das ist die schlimmste Apple-Propaganda Webseite die man sich nur vorstellen kann. Dem Verfasser scheint vor lauter Lobgesängen auf den angebissenen Apfel der Verstand komplett abhanden gekommen zu sein. Apple-Fundamentalismus zur schwachsinnigen Perfektion getrieben. Ich frag mich wie war der Autor früher überhaupt lebensfähig - eine Welt ohne Iphone & Co. muss ganz furchtbar für ihn gewesen sein. Womöglich war er dem Suicid nahe - leider hat er´s nicht getan!

  • @ Lerchenzunge & Mac-Harry: Danke für diese Hinweise. Liebe Redaktion, das wäre doch mal einen Artikel im HB wert: Eine Liste der vielen Gadget-Hersteller, die in China bei Foxconn produzieren lassen. Könnte in der Tat spannend werden.

  • @lerchenzunge: Genau so ist es, diese Copy&Paste-Journalisten, man muss sie gern haben. Diese Zeilenschinder sind einfach nur Draufhänger – widerlich ;–((

  • Meinen Sie Foxconn, die für Microsoft das Surface entwickeln, HP, die dort alles bauen lassen oder DELL, den Großabnehmer von Foxconn?

  • @Levantiner: Apple reagiert immerhin auf die bekannt gewordenen Missstände und drängt Foxconn auf bessere Arbeitsumstände. Mir ist nicht zu Ohren gekommen, dass Samsung, HTC, LG etc auch nur irgendetwas ähnliches versucht hätten, sie aber dieselben Fabriken und Hersteller für ihre Produkte nutzen.

    Das typische Apple-bashing eben. Alle (!) produzieren in Asien zu nahezu denselben Bedingungen. Apple wird dabei stets nur als Beispiel genannt, weil Apple eben Apple ist, und alleine das nennen des Namens für mehr Aufmerksamkeit sorgt.

    Beispiel: welche Story auch immer zu Unterhaltungselektronik geschrieben wird. Erwähnt man in der Überschrift 'Apple', so wird diese deutlich häufiger gelesen, als ohne die Nennung. So produziert man 'Klicks'. ;-)

  • @Mac-Harry: Verlässliche Alternative in Form von Apple? Auf dem Rücken von unterbezahlten Arbeitern in Asien. Das Apple kein Geld verbrannt, klar. Hier werden nur Menschen während der Produktion "verbrannt"...

  • Wohin sollen die alle auch immer wachsen? Wohin soll denn google noch wachsen und noch mehr Umsätze schaufeln? Zumal wird Google auch nicht besser, im Gegenteil...wer die neusten Ideen zum Thema Links kennt, der weiss was ich meine...

    Ja und Microsoft? Sorry der Zug ist realistisch gesehen längst abgefahren.Zu glauben dass man ein paar bunte Kästchen auf den Desktop haut um es als neu zu präsentieren während der Rest des Systems nach wie vor auf einer zumüllenden Registry beruht und das System (egal nach welchen Einstellungen) ständig die Festplatten zum knattern bringt etc....sorry...ne aber lasst stecken.

    Jeder der eine Zeit lang Linux (ubuntu etc) oder OS X benutzt hat und dann wieder eine Windows Maschine nutzt, dem kommt doch das blanke k*****. Windows benutze ich lediglich noch zum spielen und dan schalte ich es schnell wieder aus.

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