Mobilfunk boomt
Telefonica verdient prächtig

Der spanische Telekomriese Telefonica hat in den ersten neun Monaten 2003 trotz einer deutlich verbesserten Geschäftsentwicklung im dritten Quartal mit seinem Reingewinn die Analystenerwartungen verfehlt.

HB MADRID Das Unternehmen gab am Donnerstag für den Zeitraum von Januar bis September einen ausschüttungsfähigen Nettogewinn von 2,01 Milliarden Euro bekannt. Telefonica profitierte dabei insbesondere von starken Geschäften in Brasilien und beim Mobilfunk. Von Reuters befragte Analysten hatten allerdings im Schnitt einen höheren Überschuss von 2,1 Milliarden Euro vorausgesagt. Im Vorjahreszeitraum hatte Telefonica wegen Sonderabschreibungen auf UMTS-Investitionen im Ausland noch einen Verlust von 5,04 Milliarden Euro verbucht.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) legte mit Hilfe von Kostensenkungen um 4,1 Prozent auf 9,29 Milliarden Euro zu. Es übertraf damit die durchschnittliche Expertenprognose von 9,17 Milliarden Euro. Der Umsatz fiel um drei Prozent auf 20,83 Milliarden Euro und lag damit im Rahmen der Markterwartung von 20,81 Milliarden Euro. Der Konzern machte insbesondere negative Wechselkurseffekte im Lateinamerika-Geschäft für den Rückgang verantwortlich. Eine deutliche Geschäftserholung zeigte das dritte Quartal. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stieg der ausschüttungsfähige Reingewinn um 9,4 Prozent auf 588,7 Millionen Euro, das Ebitda um 17 Prozent auf 3,34 Milliarden Euro und der Umsatz um 6,4 Prozent auf 7,27 Milliarden Euro. Im ersten Halbjahr dagegen war der Umsatz noch um 7,3 Prozent zurückgegangen und das Ebitda um zwei Prozent gefallen. Telefonica-Aktien notierten am Vormittag an der Börse in Madrid 1,7 Prozent höher mit 10,98 Euro und lagen damit stärker im Plus als der Gesamtmarkt.

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