Mobilfunk
E-Plus plant Ausgliederung der Netztechnik

Der drittgrößte deutsche Mobilfunker, die in Düsseldorf ansässige E-Plus Mobilfunk GmbH & Co KG, sieht sich angesichts des derzeitigen Kunden- und Gewinnwachstums in seiner Strategie bestätigt, ist zugleich aber auch auf der Suche nach neuen Partnern.

HB DÜSSELDORF. So soll die Netztechnik an Nokia, Ericsson oder Alcatel ausgegliedert werden, wie CEO Michael Krammer ankündigte. Und nach dem Einstieg in das Discount-Geschäft sind weitere Kooperationen auch mit DSL-Anbietern oder Medienunternehmen möglich.

Krammer sagte am Mittwochabend vor Journalisten, eine Entscheidung über die Zukunft der Netztechnik solle schon bis Anfang 2007 fallen. E-Plus wolle vor allem Netzwartung und -bau outsourcen. Es gehe nicht um einen Verkauf des Netzes. Die beabsichtigte Auslagerung der Aktivitäten betrifft nach Angaben von Krammer rund 20 Prozent des Kostenblocks von E-Plus.

Derzeit arbeiten bei E-Plus rund 1.000 der insgesamt 2.900 Mitarbeiter im Planungsbereich. Wie viele dieser Mitarbeiter von den Outsourcing-Plänen genau betroffen sein werden, wollte der CEO nicht sagen. Kündigungen seien mit dem Schritt aber nicht verbunden, betonte er.

E-Plus will künftig mehr Mitarbeiter im kundennahen Bereich einsetzen. Ein derzeit laufendes Restrukturierungsprogramm zielt darauf ab, dass bis Mitte 2007 bis zu 70 Prozent der Mitarbeiter in diesem Bereich arbeiten sollen.

Neue Partner kann sich Krammer, der die KPN-Tochter seit Frühjahr 2006 führt, auch bei der Entwicklung zusätzlicher Mobilfunkangebote vorstellen. „Wir sind offen für weitere Kooperationen“, sagte er. Eine Zusammenarbeit könne man sich unter anderem mit DSL-Anbietern oder Medienhäusern vorstellen. Ziel solcher Kooperationen müsse immer sein, neue Kundengruppen zu erreichen. E-Plus bietet heute bereits Billig-Angebote wie BASE oder simyo und kooperiert mit branchenfremden Unternehmen wie Medion (“Aldi Talk“).

Krammer bezeichnete diesen Mehrmarken-Ansatz von E-Plus als äußerst erfolgreich. „Wir werden unsere Strategie nicht ändern, sondern weiter konsequent umsetzen“, betonte der CEO. E-Plus sei heute der „Wachstumsführer im deutschen Mobilfunkmarkt“. Das Unternehmen gewinne derzeit die meisten Kunden. Der Marktanteil sei bis zum Herbst 2006 auf 14,8 Prozent von 13,3 Prozent ein Jahr zuvor gestiegen.

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