Mobilfunkanbieter
E-Plus steigert Gewinn

Deutschlands drittgrößter Mobilfunkanbieter E-Plus bleibt dank steigender Kundenzahl auf Wachstumskurs. Gewinn und Umsatz stiegen im Anfangsquartal 2009. Auch die Konzernmutter KPN schloss die ersten drei Monate des Jahres mit schwarzen Zahlen ab.

HB DÜSSELDORF. Im ersten Quartal 2009 sei der Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) um 13,4 Prozent auf 322 Millionen Euro gestiegen, teilte die Tochter der niederländischen KPN am Dienstag mit. Die Erlöse mit Sprach- und Datendiensten (Serviceumsatz) kletterten um 4,1 Prozent auf 734 Millionen Euro. Inklusive dem Verkauf von Endgeräten und anderer Erlöse stieg der Gesamtumsatz um 2,5 Prozent.

E-Plus bietet viele Tarife ohne verbilligte Handys an und versucht, Neukunden vermehrt über eigene Läden zu gewinnen. Dabei punktet der Konkurrent von Vodafone, T-Mobile und O2 mit Eigenmarken wie dem Pauschaltarif "Base" oder der Billigmarke "Simyo", und Kooperationsangeboten etwa mit dem Discounter Aldi, die mittlerweile 66 Prozent der Kunden auf sich vereinen.

Insgesamt stieg die Zahl der Kunden in den ersten drei Monaten 2009 um 261 000 auf gut 18 Millionen Nutzer. Gleichzeitig sanken die Kosten für die Kundengewinnung und Kundenbindung um 22 Prozent.

T-Mobile hatte vergangene Woche von einem Plus der Serviceumsätze in Deutschland um ein Prozent berichtet, der Gesamt-Umsatz und das bereinigte Ebitda waren war aber um ein Prozent gesunken.

Die E-Plus-Mutter KPN bekommt nun auch die Folgen des Wirtschaftsabschwungs zu spüren. Der Auftragseingang im Geschäftskundensegment verliere an Tempo, teilte die E-Plus-Mutter am Dienstag mit. Einige Kunden wollten Verträge nachverhandeln. Am Endkundenmarkt seien nur begrenzt Auswirkungen der Krise zu spüren, allerdings hätten sich die Rahmenbedingungen im Verlauf des ersten Quartals verschlechtert. Die Deutsche Telekom hatte vergangene Woche wegen schleppender Geschäfte im Ausland und Wechselkurseffekten überraschend ihre Gewinnprognose für 2009 gesenkt.

KPN senkte seine Umsatzerwartungen für 2010. Der Konzern begründete dies aber mit der Konzentration auf Cash Flow und Gewinn statt Umsatz um jeden Preis. KPN geht nun von einem Erlös leicht höher als im laufenden Jahr aus, der wiederum stabil bei rund 14 Mrd. Euro landen soll. Bislang hatte KPN einen Umsatz von mehr als 15 Mrd. Euro prognostiziert. Für 2010 rechnete der Konzern weiter mit einem Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von mindestens 5,5 Mrd. Euro. Im ersten Quartal erhöhte sich der operative Gewinn zwar auf 1,23 Mrd. Euro von 1,22 Mrd. Euro im Vorjahr. Damit lag das Ergebnis aber unter der durchschnittlichen Analystenerwartung von 1,27 Mrd. Euro. Der Umsatz sank um 4,9 Prozent auf 3,4 Mrd. Euro und fiel damit auch schlechter aus, als die Experten vorhergesagt hatten.

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