Mobilfunkanbieter widerspricht Informationen aus Branchenkreisen
Vodafone dementiert Verkaufsgespräche über Arcor

Der Mobilfunkanbieter Vodafone hat nach Angaben aus Branchenkreisen den Verkauf seiner deutschen Festnetztochter Arcor eingeleitet. Das mit dem Verkauf beauftragte Bankhaus UBS habe Unterlagen bereitgestellt, die den Interessenten einen Überblick über das Arcor-Geschäft geben sollen, erfuhr dpa-AFX am Donnerstag aus den Kreisen. Neben dem Verkauf werde alternativ ein Börsengang vorbereitet.

HB HAMBURG. Ein Sprecher von Vodafone wollte sich nicht dazu äußern. Arcor entwickle sich gut und Vodafone sei nicht in Eile, die Festnetztochter zu verkaufen, sagte der Sprecher des weltgrößten Mobilfunkkonzerns in London. Vorstandschef Arun Sarin zählt Arcor allerdings nicht zum Kerngeschäft und will die Tochter innerhalb von fünf Jahren verkaufen.

Vodafone peilt den Kreisen zufolge einen Verkaufspreise von 1,5 Milliarden Euro an. Zudem solle der Käufer die Schulden übernehmen, hieß es. Laut einem Bericht der „Financial Times Deutschland“ zählen neben einer Reihe von Finanzinvestoren die Telekomkonzerne France Telecom SA und Telefonica SA zum Interessentenkreisen. France Telecom lehnte einen Kommentar zu dem Bericht ab.

Vodafone hat den Bericht jedoch zurückgewiesen. Ein Firmensprecher sagte am Freitag, Vodafone führe derzeit keine Verkaufsgespräche und rechne auch nicht damit, den geplanten Verkauf kurzfristig tätigen zu können. Vodafone bleibe allerdings dabei, sich langfristig von dem Festnetzanbieter trennen zu wollen. Der Sprecher sagte, ein anderslautender Bericht in der „Financial Times Deutschland“ vom Donnerstag entspreche nicht der Wahrheit.

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