Mobilfunkbetreiber hat erfolgreiches Geschäftsjahr 2004/2005 hinter sich
O2 gewinnt Kunden und verringert Verlust

Der Mobilfunkbetreiber O2 Deutschland arbeitet sich langsam aus den roten Zahlen heraus. Im abgelaufenen Geschäftsjahr steigerte das Unternehmen seinen operativen Gewinn um mehr als die Hälfte, machte unterm Strich aber weiter Verluste. Das laufende Geschäftsjahr hat so gut begonnen wie das alte endete. Auch bei der Konzernmutter läuft es rund.

HB MÜNCHEN. Der operative Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen sei um 54 Prozent auf 500 Millionen Euro gestiegen, teilte O2-Deutschlandchef Rudolf Gröger am Mittwoch in München bei Bilanzpressekonferenz mit. Die deutsche Tochter der britischen O2 glänzte auch mit einem deutlichen Umsatzplus. Mit 2,736 Milliarden Euro stieg der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 26 Prozent.

Unterm Strich schrieb O2 im Ende März abgelaufenen Geschäftsjahr jedoch noch rote Zahlen. Dies soll sich laut Gröger aber in zwei bis drei Jahren ändern. Für das laufende Geschäftsjahr setzte O2-Chef Gröger dem Unternehmen ehrgeizige Ziele. Der Firmenlenker peilt im Jahr 2006 die Kundenzahl von zehn Millionen an. Im Vergleich zur derzeitigen Kundenzahl von 7,98 Millionen würde das ein Plus von rund 25 Prozent bedeuten. Im gesamten vergangenen Geschäftsjahr war die Kundenzahl von O2 in Deutschland um ein Drittel gewachsen. Dabei profitierte das Unternehmen auch von der Kooperation mit Tchibo. Über die Kaffee- Kette wurden gut 250 000 Kunden gewonnen.

Das Kundenplus schuf auch mehr Arbeitsplätze. Im Geschäftsjahr 2004/05 wuchs die Zahl der Mitarbeiter um 400 auf 3900 Beschäftigte. Im laufenden Jahr soll die Zahl der Arbeitsplätze nochmals um zehn Prozent steigen.

Das neue Geschäftsjahr hat für O2 sehr vielversprechend begonnen. Mit einem Zuwachs der Handynutzer von rund 580 000 wuchs das Unternehmen deutlich schneller als der Branchenprimus T-Mobile und der direkte Konkurrent E-Plus. E-Plus hatte seine Kundenzahl im ersten Quartal um 140 000 auf 9,65 Millionen gesteigert. T-Mobile legte wegen einer Strategieänderung nur um 89 000 Nutzer auf 27,6 Millionen zu. Die Nummer zwei Vodafone hat noch keine Quartalszahlen vorgelegt. O2 war als letzter der großen Anbieter auf den deutschen Mobilfunkmarkt gestartet, damals noch als Viag Interkom.

Die britische O2-Gruppe ingesamt hat die Zahl der Kunden im abgelaufenen Geschäftsjahr 2004/05 um 3,3 Millionen auf knapp 24 Millionen steigern. Beim Umsatz verbuchten die Briten ein Plus von gut 18 Prozent auf 6,68 Milliarden Pfund (9,7 Mrd Euro). Das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen legte um gut 29 Prozent auf knapp 1,8 Milliarden Euro zu.

Erstmals seit der Abspaltung von der ehemaligen Konzernmutter BT im Jahr 2001 werde nun eine Dividende gezahlt und dabei 2,25 Pence je Aktie ausgeschüttet, teilte der weltweit sechstgrößte Mobilfunkbetreiber am Mittwoch in London mit.

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