Mobilfunker-Übernahme
Telekom stärkt Töchter im Ausland

Die Deutsche Telekom kauft in den Niederlanden den Mobilfunker Orange von France Télécom. Mit der Akquisition verstärkt der Bonner Konzern seine Mobilfunktochter T-Mobile in den Niederlanden – für 1,3 Mrd. Euro in bar. Das Handelsblatt beantwortet die wichtigsten Fragen zur Übernahme.

DÜSSELDORF. Im Gegenzug erwerben die Franzosen die spanische Breitbandtochter der Telekom, Yacom. Orange Netherlands hat keine Schulden. Die Übernahme soll zum 1. Oktober abgeschlossen sein, die EU-Kommission hat den Kauf bereits genehmigt.

Zu Orange Netherlands gehört allerdings auch ein Breitbandgeschäft mit rund 550 000 Kunden. Telekom-Kreise berichten, diesen Teil werde der Konzern wohl nicht behalten. Sein Wert liegt bei 150 bis 200 Mill. Euro. Das bedeutet, der eigentliche Kaufpreis für den reinen Mobilfunk von Orange liegt bei 1,1 Mrd. Euro.

Das Handelsblatt beantwortet die wichtigsten Fragen zur Übernahme.

Die Telekom rechnet mit Synergien in Höhe von einer Mrd. Euro. Wie soll das gehen?

Der Konzern will vor allem durch die Zusammenlegung der Netze und niedrigere Marketingausgaben Kosten senken. Bislang haben Orange und T-Mobile getrennte Mobilfunknetze besessen und betrieben, die das ganze Land abdecken. Zahlreiche Mobilfunkmasten und Antennen werden künftig nicht mehr nötig sein. Zudem kann die Telekom das Netz mit einer einzigen Mannschaft betreiben und warten. Das dürfte dazu führen, dass nicht mehr alle Techniker benötigt werden. Ebenso wird sich – wie bei den meisten Fusionen – Personal in der Verwaltung einsparen lassen.

Was bedeutet der Schritt in den Niederlanden für die Telekom?

Gemessen an der Größe der Deutschen Telekom fällt der Zukauf kaum ins Gewicht. Oranges Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sieht die Telekom für das laufende Jahr bei 120 Mill. Euro. Zusammen mit den geplanten Synergien erhöht sich das Ebitda der Telekom um rund 220 Mill. Euro das entspricht gerade einem guten Prozent des gesamten Konzern-Ebitda von geplant 19 Mrd. Euro für dieses Jahr.

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