Mobilfunkfrequenzen-Auktion beendet
T-Mobile sichert sich neue Kapazitäten in den USA

Die Deutsche-Telekom-Tochter T-Mobile USA hat sich bei der Versteigerung von Mobilfunkfrequenzen in den USA mit Geboten von insgesamt 4,2 Mrd. Dollar für 120 Lizenzen durchgesetzt. Der kleinste der vier landesweiten Mobilfunkanbieter ist stark auf neue Kapazitäten angewiesen.

HB WASHINGTON. Die US-Telekommunikationsaufsicht FCC erklärte die Auktion am Montag nach fast sechs Wochen für beendet, nachdem keine neuen Gebote mehr eingingen. Insgesamt seien 13,9 Mrd. Dollar (10,9 Mrd. Euro) für die gut 1100 Lizenzen geboten worden. Experten hatten mit Einnahmen von bis zu 15 Mrd. Dollar gerechnet. T-Mobile hatte unter anderem für die großen Märkte New York City, Chicago und San Francisco geboten.

T-Mobile USA galt schon vor der Auktion als aggressiver Bieter, weil der mit Abstand kleinste der vier landesweiten Mobilfunkanbieter stark auf neue Frequenzen angewiesen ist. In vielen Märkten hat T-Mobile weniger Mobilfunkkapazitäten als seine Rivalen und will nun zudem 3G-Dienste anbieten. Das US-Mobilfunkgeschäft ist der Wachstumsmotor im Telekom-Konzern. T-Mobile wollte sich unter Verweis auf die strengen Regeln der FCC zunächst nicht zum Ausgang der Auktion äußern. Die Kosten für die US-Lizenzen hatte die Telekom von einem Sparprogramm ausgenommen, mit dem die Investitionen in diesem Jahr um zehn Prozent zurückgefahren werden sollen.

Hinter T-Mobile auf Platz zwei lag am Ende der Konkurrent Verizon Wireless, ein Gemeinschaftsunternehmen von Verizon Communications und der britischen Vodafone, mit Geboten über 2,8 Mrd. Dollar für 13 Lizenzen. Dahinter lag das Bieter-Konsortium SpectrumCo, das der drittgrößte US-Mobilfunkanbieter Sprint Nextel mit den Kabelanbietern Comcast und Time Warner bildet. SpectrumCo bot für 137 Lizenzen fast 2,4 Mrd. Euro. Der größte US-Mobilfunkanbieter Cingular Wireless gab Gebote über 1,3 Mrd. Dollar für 48 Lizenzen ab.

Insgesamt kamen 1122 Lizenzen für Sendefrequenzen unter den Hammer. Zur Versteigerung standen Pakete für unterschiedlich große Regionen, von Großräumen bis zu ländlichen Gebieten. Mit ihnen können die Bieter ihre bestehenden Netze ausbauen oder sie für den Mobilfunk der dritten Generation (3G) nutzen, um Dienste wie schnelles Internet anzubieten. In Deutschland entspricht der 3G-Standard UMTS.

Eine Bieter-Gemeinschaft aus Satellitenbetreibern und dem Medienunternehmen Liberty Media hatte sich nach wenigen Tagen schon aus der Auktion zurückgezogen. Das Konglomerat hatte vorher das stärkste Interesse aller 168 Teilnehmer gezeigt.

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