Mobilfunkkonzern steigert Betriebsgewinn
O2 legt Zahn zu

Der kleinste deutsche Mobilfunkbetreiber O2 macht Boden gut. Im Geschäftsjahr 2003/04 steigerten sowohl O2 wie auch die britische Konzernmutter MMO2 den operativen Gewinn deutlich.

HB LONDON. MMO2 hat im Geschäftsjahr 2003/04 seinen operativen Gewinn um fast 60 % gesteigert und damit die Markterwartungen erfüllt. Zudem kündigte das Unternehmen an, bis November seine Ausschüttungspolitik zu überarbeiten.

Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) und vor Sonderposten sei auf 1,37 Mrd. Pfund (rund zwei Mrd. €) gestiegen, teilte der sechstgrößte europäische Mobilfunkanbieter am Dienstag mit. Analysten hatten im Schnitt mit einem Ebitda von 1,34 Mrd. Pfund gerechnet. Der Umsatz legte um 22 % auf 5,65 Mrd. Pfund zu. Vor Steuern, aber nach Firmenwertabschreibungen und Einmalposten verbuchte die Mutter des deutschen Mobilfunkers O2 einen Gewinn von 95 Mill. Pfund. Die Zahl der Kunden in Großbritannien, Deutschland und Irland stieg um 14 % auf 20,7 Millionen.

„Angesichts der positiven Jahresbilanz, des erstmaligen Cash-Flows und des positiven Geschäftsverlaufs wollen wir nun unsere Ausschüttungspolitik bis zur Vorlage unseres Zwischenberichts im November 2004 überarbeiten“, erklärte Chairman David Varney. Da MMO2 mit 366 Mill. Pfund vergleichsweise wenig Schulden und zugleich Aussichten auf einen bedeutenden Cash-Flow im nächsten Jahr hat, hatten sich einige Analysten konkretere Ankündigungen zur Dividendenpolitik erhofft. MMO2 hatte im Februar ein Übernahmeangebot des niederländischen Konkurrenten E-Plus-Mutterkonzerns KPN mit einem geschätzten Volumen von rund 9,3 Mrd. Pfund zurückgewiesen.

Die deutsche Tochter des britischen Mobilfunkkonzerns mm02 hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2003/04 den operativen Gewinn nahezu verachtfacht. Der Gewinn vor Steuern, Zinsen Abschreibungen (Ebitda) sei auf 324 Mill. € von 43 Mill. € im vorangegangenen Geschäftsjahr gestiegen, teilte O2 am Dienstag in München mit. Der Umsatz sei im gleichen Zeitraum um ein Drittel auf 2,17 Mrd. € geklettert. Das Umsatzwachstum werde im laufenden Jahr fortgesetzt werden: „Den nächsten Mitbewerber wollen wir beim Umsatz bald hinter uns lassen“, sagte O2-Geschäftsführer Rudolf Gröger laut vorab verbreitetem Redemanuskript. Zudem wolle das Unternehmen im laufenden Jahr neue Stellen in Deutschland schaffen: „Im nun angebrochenen Geschäftsjahr werden wir weitere 300 neue Arbeitsplätze einrichten“, sagte Gröger.

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