Mobilfunkkonzern
Vodafone will sich Kabel Deutschland schnappen

Der Mobilfunker Vodafone hat sein Interesse an Kabel Deutschland bestätigt. Seit vergangener Woche liegt wohl ein informelles Übernahmeangebot vor. Ob der Kabelnetzbetreiber den Besitzer wechselt, bleibt unsicher.
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BangaloreIn der deutschen Telekom-Branche bahnt sich eine Milliarden-Übernahme an: Der Mobilfunkriese Vodafone greift nach Kabel Deutschland. Experten taxieren den Wert des Deals auf zehn Milliarden Euro. Aus der Fusion des Markt-Zweiten Vodafone mit Deutschlands größtem Kabelnetzbetreiber würde auf einen Schlag ein neues Schwergewicht mit superschnellen Datennetzen im Mobilfunk und Festnetz entstehen. Für die Deutsche Telekom wäre die Konstellation ein Alptraum, hätte sie es erstmals in ihrer Geschichte mit einem Konkurrenten auf Augenhöhe zu tun.

Bis dahin ist es jedoch noch ein weiter Weg. Vodafone sprach am Mittwoch in einer offiziellen Mitteilung an die Londoner Börse von einer "vorläufigen Kontaktaufnahme mit Kabel Deutschland bezüglich eines möglichen Übernahmeangebots". Der Kabel-Marktführer aus München bestätigte, einen Vorschlag von Vodafone für ein mögliches Angebot erhalten zu haben. "Es besteht zum jetzigen Zeitpunkt weder Gewissheit darüber, ob ein Angebot tatsächlich abgegeben wird noch was die Bedingungen eines solchen Angebots sein könnten", erklärte Kabel Deutschland.

Die Nachricht trieb die Kabel-Deutschland-Aktie in der Spitze um bis zu 9,5 Prozent in die Höhe auf 81,84 Euro. Damit ist der im MDax gelistete Kabelnetzbetreiber an der Börse gut 7,2 Milliarden Euro wert. Bevor die ersten Spekulationen über ein Kaufinteresse von Vodafone im Februar aufgetaucht waren, waren es nur 5,6 Milliarden. Wie viel Vodafone für Kabel Deutschland zu bieten bereit ist, blieb zunächst unklar.

Die Analysten der Investmentbank MainFirst erklärten, eine Offerte müsse bei 80 Euro je Aktie liegen. Damit müssten die Briten einschließlich der zuletzt 2,8 Milliarden Euro Schulden von Kabel Deutschland fast zehn Milliarden Euro ausgeben.

Die Experten vom Broker Olivetree rechnen auf Basis der durchschnittlichen Übernahmepreise in der Branche in den vergangenen Jahren sogar mit 94 Euro je Titel. Händler Basil Petrides von Hartmann Capital bezeichnete den Vorstoß von Vodafone als "Defensiv-Strategie". Es gelte Rivalen wie Liberty Global zuvorzukommen, dem bereits die anderen beiden großen deutschen Kabelgesellschaften Unitymedia und KabelBW gehören.

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  • jens fragt: was haben die davon?

    solche grosskonzerne sind wie soz. volkswirtschaften hierarchisch, schwerfällig und unrentabel.
    aber mit der übernahme "neuer" unternehmen gibt es frisches geld(von der bank) diese übernommenen unternehmen werden mit kosten belastet die oft systemfremd sind,
    so ausgepresst
    und dann aufgelöst weil defizitär.
    gewinne machen diese konzerne mit steuervermeidung! bilanztricksereien! subventionen!
    alles gesetzlich geschützt
    da kein abgeordneter mit polit. einfluss die von wirtschaftskanzleien erarbeiteten gesetzentwürfe durch blickt
    nicht umsonst ist die legal und tax abteilung in solchen konzernen grösser als der produzierende bereich

    ein superbeispiel für die schwerfälligkeit solcher konzerne ist die "drohne"
    Die probleme hätten aussenstehende längst gelöst, da aber streng geheim .........
    nix geht mehr


  • Suchmaschine und die Keywords Wutkollege und Vodafone, dann können sich die Kabel Deutschland Mitarbeiter einen ersten Eindruck verschaffen, was sie erwartet.

  • Ich war mehrere Jahre Kunde von Vodafone, nie mehr wieder.
    Jetzt bin ich seit mehr als 5 Jahren bei Kabel D mit Telefon und Internet und mehr als zufrieden.Bei Übernahme durch Vodafone würde ich sofort wechseln.

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