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Mobilfunkkonzern: Vodafones Ausblick schockiert

Die Abschwächung der globalen Wirtschaft zieht die Geschäfte von Vodafone unerwartet deutlich in Mitleidenschaft. Der weltgrößte Mobilfunkkonzern senkte seine Umsatzprognose für das Gesamtjahr. Obwohl die Zahlen die Markterwartungen erfüllten, schickten sie die Aktie auf Talfahrt. Der Börsenwert des Unternehmens gab auf einen Schlag um Milliarden nach.

UMTS-Karte von Vodafone. Foto: dpa Quelle: dpa
UMTS-Karte von Vodafone. Foto: dpa Quelle: dpa

HB LONDON. Vodafone erwarte angesichts der sich verändernden Bedingungen nun einen Umsatz um das untere Ende der ausgegebenen Spanne, sagte Konzernchef Arun Sarin am Dienstag in London. Dank Einsparungen halte er aber an der Prognose für das operative Ergebnis fest. Der Kurs brach zum Börsenstart um 11,89 Prozent auf 131,50 Pence ein und gab später noch weiter nach, zeitweise um 15 Prozent. Der Börsenwert des Unternehmens schmolz dabei auf einen Schlag um rund 14 Mrd. Euro.

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Der schlecht aufgenommener Ausblick von Vodafone hat am Dienstag europaweit Telekomwerte unter Druck gesetzt. Der entsprechende Sektorindex sackte um acht Prozent ab.

Vodafone wollte ursprünglich im Geschäftsjahr 2008/2009 (Ende März) 39,8 bis 40,7 Mrd. Pfund (50 bis 51 Mrd Euro) erlösen. Das Ziel beim operativen Ergebnis liegt zwischen 11,0 und 11,5 Mrd. Pfund. Ein großer Teil des anvisierten Wachstums rührt dabei aus Zukäufen her. So hatte Vodafone die indische Hutchison Essar mehrheitlich übernommen sowie den deutschen Festnetzbetreiber Arcor komplett. Erst im vergangenen Monat hatte die US-Tochter Verizon Wireless dann den kleineren Wettbewerber Alltel aufgekauft und war damit zur Nummer eins auf dem nordamerikanischen Markt aufgestiegen.

Von April bis Juni hat Vodafone den Umsatz verglichen zum Vorjahreszeitraum um 19,1 Prozent auf 9,8 Mrd. Pfund steigern können. Dies konnten die Briten allerdings nur durch ihre zahlreichen Zukäufe bewerkstelligen. Das Wachstum aus eigener Kraft lag bei lediglich 1,7 Prozent.

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