Mögliche Google-Zerschlagung
EU-Parlament stimmt Donnerstag ab

Das Böse in Google: Das EU-Parlament will am Donnerstag über die Zerschlagung von Google debattieren. Der Internetkonzern übe zu viel Einfluss auf die Märkte aus.
  • 1

BrüsselDie EU-Parlamentarier wollen noch diese Woche über die Forderung nach einer Aufspaltung von Google und anderen Internetkonzernen abstimmen. Am Dienstag wollten die Konservativen, Liberalen und Sozialisten im Parlament einen gemeinsamen Vorschlag ausarbeiten, sagte ein Sprecher des spanischen Abgeordneten Ramon Tremosa am Montag.

Dieser hatte zusammen mit dem deutschen Christdemokraten Andreas Schwab in der vergangenen Woche einen Entwurf zur Zerschlagung des US-Konzerns präsentiert, um die Dominanz der Internet-Suchmaschine einzudämmen. Am Mittwoch wollten die EU-Parlamentarier darüber debattieren. Für Donnerstag sei dann eine nicht-bindende Abstimmung geplant. Google wickelt zum Unwillen zahlreicher Parlamentarier rund 90 Prozent aller Suchanfragen in Europa ab.

Ein öffentlichkeitswirksamer Aufruf zur Abspaltung der Suchmaschine von den übrigen Geschäftssparten wäre der bislang weitreichendste Vorstoß, um Googles Übermacht zu brechen. Er würde den Druck auf die EU-Kommission beträchtlich erhöhen, entschiedener gegen den Platzhirsch vorzugehen.

Google steht in Europa wegen einer ganzen Reihe von Geschäftspraktiken in der Kritik. Dabei geht es unter anderem um die Steuertricks des Konzerns sowie um den Schutz der Privatsphäre. Das EU-Parlament kann jedoch selbst keine Gesetzgebungsverfahren in Gang setzen und auch keine Firmen aufspalten.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Mögliche Google-Zerschlagung: EU-Parlament stimmt Donnerstag ab"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Das EU-Parlament darf ja abstimmen, was es will, wie oft und wie lange es will - auch hundert mal hintereinander.

    Nur bewirken kann es damit nichts, null, nada, zero.
    Damit richtet man eine Bitte an die vorgesetzten Nationen, auch dazu mal nachzudenken - mehr nicht.

    Kein Mensch vermag doch anzunehmen, daß an die 20 Nationen, souveräne dazu, eine einheitliche Auffassung zur Zerschlagung eines weltweit bedeutenden, aber doch konkurrierten Unternehmens haben könnten.

    Also: alles Rubbish - wie immer in der EU.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%