Mögliche IBM-Zugeständnisse an USA geben Lenovo-Aktien Auftrieb
Lenovo könnte bessere Konditionen für IBM-Sparte bekommen

Mögliche Zugeständnisse des Computerherstellers IBM an die US-Behörden beim geplanten Verkauf seiner PC-Sparte an die Lenovo-Gruppe haben den Aktien des chinesischen Unternehmens Auftrieb gegeben.

HB HONGKONG. Einem Bericht zufolge verhandelt IBM mit US-Behörden, die durch den Verkauf der Sparte an ein ausländisches Unternehmen Risiken für die nationale Sicherheit befürchten. IBM ist ein wichtiger Computer-Lieferant der US-Behörden. Die Aussicht auf mögliche Vereinbarungen in den USA verhalf den zuletzt angeschlagenen Lenovo-Aktien in Hongkong zu einem Plus von 3,4 Prozent auf 2,275 Hongkong-Dollar.

Analysten zufolge könnte Lenovo in der Folge von Zugeständnissen IBMs bessere Konditionen beim auf 1,25 Milliarden Dollar taxierten Kauf der PC-Sparte aushandeln oder sogar Argumente für einen Ausstieg aus der Kaufvereinbarung bekommen. IBM habe den US-Behörden etwa vorgeschlagen, Gebäude in gemeinsam genutzten Büro-Anlagen zu versiegeln oder die Namen von US-Behörden-Kunden zurückzuhalten, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg. Bei den dreistündigen Gesprächen sei keine Entscheidung erreicht worden.

Ein Sprecher von IBM wollte den Bericht nicht kommentieren. Bei Lenovo sagte eine Sprecherin, ihr Unternehmen arbeite voll mit den US-Behörden zusammen. Auf den Bericht wollte sie allerdings ebenfalls nicht eingehen.

„Wenn die US-Regierung beschließt, nicht mehr bei IBM zu kaufen, müssen sie entweder den Preis für die Übernahme überdenken oder sogar die Gelegenheit ergreifen, um von dem Geschäft zurückzutreten“, sagte Analyst Joseph Ho von DBS Vickers. Sein Kollege Marvin Lo von BNP Paribas ergänzte, es sei bereits erwartet worden, dass die Namen von Kunden zurückbehalten werden. Es sei nicht davon auszugehen, dass die US-Behörden weiterhin IBM-PC beziehen würden, wenn die Sparte in die Hände eines ausländischen Unternehmens gerate. „Natürlich kann Lenovo dies als Vorwand heranziehen, um einen niedrigeren Kaufpreis zu erkämpfen“, sagte Lo.

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