Mögliche Megaübernahme
AT&T soll mit Satellitenfernsehfirma DirecTV flirten

Der Preiskampf auf dem Mobilfunkmarkt könnte neue Blüten treiben: Medienberichten zufolge trägt sich der US-Telekomkonzern AT&T mit der Übernahme des Satellitenfernsehanbieters DirecTV. Es gehe um Milliarden.
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New YorkAuf dem US-Kommunikationsmarkt scheint die nächste Megaübernahme anzustehen. Nach Informationen von Medien erwägt der Telekomkonzern AT&T ein 50 Milliarden Dollar (36 Mrd Euro) schweres Angebot für den Satellitenfernsehanbieter DirecTV.

Die Unternehmen befänden sich in Verhandlungen, schrieben das „Wall Street Journal“ und die Finanznachrichten-Agentur Bloomberg am Montag. Sie beriefen sich dabei auf mit der Sache vertraute Personen.

Die Gespräche seien schon weit fortgeschritten. sagte eine mit der Sache vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters zufolge am Montag. Eine offizielle Ankündigung solle in den kommenden zwei Wochen erfolgen. Der Übernahmepreis von etwa 100 Dollar je Aktie stehe dabei noch nicht fest.

AT&T und DirecTV lehnten eine Stellungnahme ab. Die DirecTV-Aktie stieg im nachbörslichen Handel um sechs Prozent.

Mobilfunk-Preiskampf drängt Firmen in andere Bereiche

Anfang des Monats hatte das "Wall Street Journal" unter Berufung auf mit der Situation vertraute Personen von einem Übernahmeangebot in Höhe von 40 Milliarden Dollar berichtet. Die Preisschlacht auf dem hart umkämpften Mobilfunkmarkt zwingt AT&T, nach anderen Wachstumsmöglichkeiten zu suchen. AT&T und Verizon - die beiden führenden Mobilfunk-Anbieter in den USA - expandieren deswegen in Breitband- und Video-Bereiche.

Hintergrund ist der Kampf um Zuschauer und technische Ressourcen im Internet-Zeitalter. Erst Mitte Februar hatte der US-Kabelkonzern Comcast den 45 Milliarden Dollar schweren Zukauf des Rivalen Time Warner Cable bekanntgegeben. Schon seit geraumer Zeit gibt es auch Spekulationen darüber, dass der Mobilfunkanbieter Sprint die Telekom-Tochter T-Mobile US kaufen könnte. AT&T hatte zuletzt dank seiner Mobilfunkkunden ein gutes Quartalsergebnis berichten können.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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