Mögliche Tarifänderung: Telekom erwägt Begrenzung von Datenmengen im Festnetz

Mögliche Tarifänderung
Telekom erwägt Begrenzung von Datenmengen im Festnetz

Die Telekom zieht eine Obergrenze für Datenmengen im Festnetz in Erwägung. Wenn ein Kunde diese überschreitet, soll die Netz-Geschwindigkeit gedrosselt werden. Der Konzern sieht dabei durchaus Vorteile für die Kunden.
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BerlinDie Deutsche Telekom denkt darüber nach, auch im Festnetz die Internet-Geschwindigkeit ab einer bestimmten Datenmenge zu drosseln. Der Konzern verweist als Grund auf die sinkenden Preise, während viel Geld für den Netzausbau gebraucht werde. „Eine Lösung wäre tatsächlich, das in den Tarifen enthaltene Datenvolumen zu begrenzen“, hieß es in einem Blogeintrag der Telekom am Freitag.

„Braucht ein Kunde mehr Highspeed-Volumen, könnte er – wie im Mobilfunk auch – weitere Kapazitäten hinzubuchen“, erläuterte die Telekom. Der Vorteil daran wäre, dass nur die Kunden mehr zahlen müssten, die tatsächlich mehr Volumen beanspruchten, argumentiert sie. Zugleich hieß es ausdrücklich: „Bisher gibt es keine neuen Tarife.“ Man werde informieren, wenn sich daran etwas ändere.

Der Podcast „Fanboys“ hatte unter Hinweis auf Informationen aus der Telekom berichtet, die Datenobergrenzen sollten wohl zum 2. Mai eingeführt werden. Demnach sei für „Call & Surf“-Tarife und auch das Multimedia-Angebot „Entertain“ mit DSL ein Inklusiv-Volumen von 75 Gigabyte vorgesehen. Im schnelleren VDSL-Netz erhöhe sich die Obergrenze auf 200 Gigabyte und bei Glasfaser-Anschlüssen auf 300 bzw. 400 Gigabyte. Danach werde die Geschwindigkeit - wie schon bei Mobilfunk-Tarifen - auf 384 Kilobit pro Sekunde gekappt.

Das Inklusiv-Volumen dürfte für die meisten Nutzer ausreichen. Wer jedoch über den Internet-Anschluss fernsieht oder Film-Dienste nutzt, könnte zumindest bei 75 Gigabyte relativ schnell an die Grenzen stoßen. Allerdings werden derzeit im Mobilfunk eigene Angebote der Telekom oder Services von Partnern wie der Musikdienst Spotify in einigen Tarifen nicht auf das Daten-Kontingent aufgerechnet.

Es ist davon auszugehen, dass die Telekom die Einführung von Daten-Obergrenzen nicht im Alleingang wagt. Auch andere Telekommunikations-Anbieter beschweren sich schon lange über die ihrer Meinung nach zu harte Regulierung, die Preise niedrig halte. Zugleich müssen nach ihrer Aussage in den kommenden Jahren dutzende Milliarden Euro in den Ausbau der Netze gesteckt werden.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Die Preise im Festentz sind, wenn man sich die Vergangenheit ansieht durch die Bank billig. Das Datenvoluemn und damit die zu transportierenden Lasten steigen und bedeuten auch für einen Konzern Kapzitätserweiterungen im Netz auf zu bauen, von denen der Kunde erst mal nichts sieht. Ich nehme an, man ist damals nicht ansatzweise von solche einem Datenwachstum ausgegangen und jetzt sit der Punkt an dem einfach reagiert werden muss. Ich bin kein Telekomkunde aber würde mich auch nicht ärgern, wenn mein Dienstleister Vodafone irgendwann ebenfalls ab einer Gewissen Datenmenge ein Zubuchung von Volumen anbietet. 75GB incl. sind schon ein haufen Holz. Wundert mich, dass die Festnetzbranche erst jetzt daran denkt, die Kunden auch am Netzausbau zu beteiligen ... hat doch lange gedauert.

  • Warum sagt die Telekom nicht einfach wie es ist? Sie will ihre schnellen Anschlüsse in den Markt drücken und mehr Geld sehen. Sollte es soweit kommen, werde ich mir einen anderen Provider suchen, auch auf die Gefahr hin, dass es dort auch teurer ist. Nur muss man sich von Anfang an wehren. Hat die Telekom mit diesem Versuchsballon Erfolg, werden weitere Tarifänderungen folgen und andere Anbieter werden das erfolgreiche Vorgehen kopieren. Statt fallender oder stagnierender Preise hätten wir dann ganz schnell steigende.

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