Mögliche Zerstückelung
Interessenten wollen Blackberry nicht so ganz

Alle Optionen durchspielen wollte der angeschlagene Smartphone-Hersteller Blackberry. Deshalb sondiert er auch Verkaufschancen. Doch nun stellt sich heraus: Das könnte ganz anders laufen als gedacht.
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New YorkDie potenziellen Interessenten am angeschlagenen Smartphone-Pionier Blackberry wollen möglicherweise nicht den gesamten Konzern kaufen. Die Nachfrage sei lau und die Käufer schauten eher, ob sie nur Teile des kanadischen Unternehmens erwerben könnten, sagten mehrere mit der Angelegenheit vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters.

Die Finanzinvestoren seien am ehesten am Betriebssystem und den Patenten im Zusammenhang mit der Tastatur interessiert. Es gebe allerdings auch die Möglichkeit, dass sich ein kanadischer Pensionsfonds mit einem Investor zusammentue, um dann doch den gesamten Konzern zu übernehmen. Dieser sei derzeit etwas mehr als fünf Milliarden Dollar wert.

Fairfax Financial Holding, mit zehn Prozent Blackberrys größter Anteilseigner, soll bereits an mehrere kanadische Investmentfonds herangetreten sein, um zu prüfen, ob man den Smartphone-Pionier gemeinsam kaufen könnte. Blackberry wollte sich nicht dazu äußern.

Blackberry hatte im August angekündigt, angesichts der wegbrechenden Marktanteile im Kampf gegen Apple und Samsung alle Zukunftsalternativen - darunter auch einen Verkauf - durchzuspielen. Dafür wurde ein Sonderkomitee gegründet.

Blackberrys Marktwert ist seit dem Höhepunkt 2008, als er bei 84 Milliarden Dollar lag, auf nun lediglich 5,4 Milliarden Dollar gefallen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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