Möglicher Gewinnrückgang nach Rückruf
Brennende Akkus machen Sony zu schaffen

In den vergangenen Monaten haben die großen Notebook-Hersteller nach und nach ihre Kunden aufgefordert, die Akkus der Geräte zurückzusenden. Grund: Die Batterien – hergestellt von Sony – können in Flammen aufgehen. Als einer der letzten Computerbauer zieht nun Sony selbst Konsequenzen – in doppelter Hinsicht.

HB TOKIO. Das Unternehmen prüft eine Senkung der Gewinnprognose. Eine Entscheidung sei noch nicht getroffen worden, mögliche Änderungen würden aber umgehend bekanntgegeben, erklärte das Unternehmen am Dienstag in Tokio. Die Wirtschaftszeitung „Nihon Keizai Shimbun“ berichtet in ihrer Dienstagsausgabe, auch die Verluste schreibende Spielesparte drücke auf das Ergebnis.

Das Drama um defekte Akkus ist für Sony noch nicht vorbei. Der Konzern kündigte am Dienstag an, 60 000 Akkus aus eigenen Notebooks zurückzurufen – und das nur in Japan. Zahlen aus dem Ausland seien bislang nicht bekannt, sagte eine Sprecherin. „Nihon Keizai Shimbun“ schreibt von insgesamt 300 000 Akkus.

Bislang machte das Unternehmen keine Angaben dazu, in wie vielen seiner eigenen Computer Batterien ausgetauscht werden müssen. Dafür hatten eine ganze Reihe namhafter Notebook-Hersteller ihre Geräte zurückbeordert, darunter Apple, Toshiba, Dell und Hewlett-Packard. Insgesamt sind 8 Mill. Akkus weltweit betroffen. Die Batterien können in seltenen Fällen überhitzen und in Brand geraten.

Playstation 3 reißt Loch

Neben den anfallenden Kosten durch den Rückruf müsse Sony zudem mit einem höher als erwarteten Verlust in der Spielsparte rechnen, hieß es in dem japanischen Zeitungsbericht. Grund hierfür sei, dass der Konzern seine Spielekonsole Playstation 3 in Japan zu einem niedrigeren Preis als ursprünglich geplant auf den Markt bringen werde.

Dem Bericht zufolge werde Sonys Vorstand möglicherweise bereits am Dienstag zusammenkommen, um über den Unternehmensausblick zu beraten. Im Juli stellte Sony für die Unternehmensgruppe einen Jahresbetriebsgewinn von 130 Mrd. Yen (1,1 Mrd. Euro) per März 2007 in Aussicht, 43 Prozent weniger als im Vorjahr.

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