Monti: Entscheidung stellt Bedingungen für fairen Wettbewerb her
EU-Rekordbußgeld gegen Microsoft

Ein Rekordbußgeld von rund einer halben Milliarde Euro hat die EU-Kommission gegen den Software-Konzern Microsoft wegen wettbewerbswidriger Praktiken verhängt. Die Brüsseler Behörde folgte damit am Mittwoch einem Vorschlag von EU-Wettbewerbskommissar Mario Monti. Die EU-Kommission hat zugleich Auflagen für die Vermarktung des Betriebssystems Windows verhängt.

HB BRÜSSEL. Die EU-Wettbewerbsbehörde entschied am Mittwoch in Brüssel, Microsoft müsse wegen Missbrauchs seiner marktbeherrschenden Stellung bei Computer-Betriebssystemen ein Rekordbußgeld von 497 Millionen Euro zahlen. Als schwerwiegender für Microsoft gelten allerdings von der Kommission verlangte Erleichterungen für Microsoft-Konkurrenten bei Server- und Multimedia-Programmen.

„Die Entscheidung stellt wieder die Bedingungen für einen fairen Wettbewerb ... her“, erklärte EU-Wettbewerbskommissar Mario Monti. Microsoft kritisierte dagegen, die Kommission sei auf Vorschläge des Unternehmens für eine Einigung nicht eingegangen. „Wir glauben der vorgeschlagene Vergleich wäre für die europäischen Verbraucher besser gewesen“, sagte ein Microsoft-Sprecher.

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