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05.01.2007 
Gewinnwarnung

Motorola schockt die Branche

Das Erfolgshandy Razr verliert an Glanz – und damit auch der Hersteller Motorola. Weil die Handypalette bei den Kunden nicht mehr wie erwartet ankommt, musste der US-Mobilfunkkonzern seine Umsatz- und Gewinnerwartung für das vierte Quartal herunterschrauben. Das hat die gesamte Branche geschockt.

Motorola-Chef Ed Zander hat die Wall Street enttäuscht. Foto: dpaLupe

Motorola-Chef Ed Zander hat die Wall Street enttäuscht. Foto: dpa

HB NEW YORK. Motorola-Chef Ed Zander erklärte völlig unerwartet, der Konzern sei „sehr enttäuscht“ über den Geschäftsverlauf in den vergangenen drei Monaten. Dem zweitgrößten Handy-Hersteller der Welt machte offenbar der Preiskampf mit Branchenprimus Nokia zu schaffen: Trotz hoher Stückzahlen fielen Umsatz und Gewinn schwächer aus als erwartet. Motorola-Aktien fielen vorbörslich knapp neun Prozent auf 18,75 Dollar.

Das Unternehmen erwartet nun im vierten Quartal nur noch einen Umsatz von 11,6 bis 11,8 Mrd. Dollar. Zuvor hatte Motorola eine Spanne von 11,8 bis 12,1 Mrd. genannt, an den Börsen wurde mit zwölf Mrd. Dollar gerechnet.

Die Gewinnwarnung Motorolas schickte am Freitag die Aktien der gesamten Branche auf Talfahrt. Nokia-Papiere gaben knapp vier Prozent nach, die Papiere des Bluetooth-Chipherstellers CSR rund drei Prozent. Auch die Aktien der Chipfirmen ARM Holdings und STMicroelectronics verloren. Anleger fürchteten, dass die Nachfrage nach teuren Chips offenbar geringer ausgefallen sei als bislang erwartet.

Motorola habe zwar im vergangenen Vierteljahr voraussichtlich 66 Mill. Geräte verkauft und damit 48 Prozent mehr als vor einem Jahr, erklärte der Konzern am Donnerstagabend nach US-Börsenschluss. Trotzdem seien Gewinn und Umsatz hinter den Erwartungen zurück geblieben. Auch beim Gewinn schraubte Motorola seine Erwartungen nach unten: Nunmehr werde nur noch mit einem Reingewinn von 13 bis 16 Cent je Aktie gerechnet. In einer internen Schätzung war der Konzern vorher noch optimistischer.

Lesen Sie weiter auf Seite 2: „Der Preiskampf war brutal“

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