Motorsport
Jugendkur für den Hockenheimring

Junge Fahrerstars wie Sebastian Vettel und Nico Rosberg sollen den Hockenheimring beliebter machen. Beim DTM-Finale am Wochenende locken die Veranstalter auch mit niedrigen Eintrittspreisen und familiärem Ambiente.
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DüsseldorfDer Sieger steht schon vor dem letzten Rennen fest. Wenn die Deutsche Tourenwagen Masters (DTM) am Wochenende am Hockenheimring ins Saisonfinale starten, kann Audi-Pilot Martin Tomczyk ganz gelassen seine Runden drehen. Zehn Jahre nach dem Einstieg in die Rennserie steht sein Titelgewinn bereits fest. Dabei ist ihm ein Novum gelungen. Tomczyk ist der erste Fahrer, der siegt, obwohl er mit einem Vorjahreswagen antreten musste. Der von den Audi-Teamverantwortlichen als „Wachrüttler“ bezeichnete Schritt zeigte offenbar Wirkung.

Entspannt sehen auch die Veranstalter am Hockenheimring dem Wochenende entgegen. 58.000 Zuschauer kamen zum Saisonauftakt im Frühjahr - nun sollen es noch ein paar mehr werden. Festlegen will sich Marketingleiter Jorn Teske aber nicht. „Das Finale läuft in der Regel besser als der Auftakt. Aber wir sind sehr stark von der Tageskasse abhängig.“ Dabei wirbt der Hockenheimring mit Preisen, die deutlich unter denen der Formel-1- Rennen liegen.

Das Wochenendticket bei der DTM ist ab 20 Euro zu haben - wer auch Zugang zum Fahrerlager haben möchte, zahlt 25 Euro zusätzlich. In der Formel 1 kostet die Sitzplatzkarte im Motodrom für das Wochenende zwischen knapp 100 und 500 Euro. Der Besuch bei den Fahrern ist dabei nicht möglich.

„Die DTM ist auf einem sehr hohen Niveau“, sagt Teske. „Die Veranstalter sind bemüht, das Ganze für Besucher so nahbar wie möglich zu machen.“ Die Atmosphäre nennt er familienfreundlich - dazu tragen auch Konzerte bei. Diesmal spielt die Popband Juli bei der ARD-Chartshow auf dem Renngelände. „Die DTM macht das richtig“, lobt Teske die Chefs der Rennserie.

Dennoch ist das Publikum bei DTM-Rennen nach wie vor überwiegend männlich - allerdings etwas jünger als bei der Formel 1. „Wir bemühen uns schon um die Jüngeren“, sagt Teske. Der Rennstreckenbetreiber profitiert dabei vom Generationswechsel, der sich derzeit in der aufmerksamkeitsstarken Formel 1 abzeichnet - durch junge Fahrer wie Sebastian Vettel oder Nico Rosberg. „Sie tauchen in Lifestyle-Sendungen und -Magazinen auf“, sagt Teske. Das werde den Sponsorenmarkt beflügeln, sagt der Marketingchef: „Die neuen Gesichter werden auch neue Unternehmen anlocken.“

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