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03.06.2008 
Hauptversammlung

Müder Aktienkurs trübt Stimmung der SAP-Aktionäre

von Kora-Cora Krause und Jens Koenen

Der Softwarekonzern SAP will seine Rentabilität verbessern und damit zu seinen schärfsten Konkurrenten aufschließen. "Wir haben bei der operativen Marge zum Wettbewerb noch Handlungsbedarf", sagte der im kommenden Frühjahr ausscheidende SAP-Co-Vorstandschef Henning Kagermann am Dienstag in Mannheim. Auf der Hauptversammlung musste er sich auch Kritik gefallen lassen.

Die beiden gleichberechtigten Vorstandsvorsitzenden von Europas größtem Softwarehersteller SAP, Leo Apotheker (l) und Henning Kagermann, unterhalten sich in der Mannheimer SAP-Arena vor Beginn der Hauptversammlung. Foto: dpaLupe

Die beiden gleichberechtigten Vorstandsvorsitzenden von Europas größtem Softwarehersteller SAP, Leo Apotheker (l) und Henning Kagermann, unterhalten sich in der Mannheimer SAP-Arena vor Beginn der Hauptversammlung. Foto: dpa

MANNHEIM. Die Sicherheitsbeamte sind fix, lange Schlangen vor den Halleneingängen wie in früheren Jahren? Fehlanzeige. Auffällig diszipliniert geht es auch im Inneren zu. Die sonst bei großen Aktionärstreffen übliche Hektik, sie kann bei dem riesigen Platz gar nicht erst aufkommen.

Erstmals findet das Treffen der SAP-Anteilseigner in der von SAP-Mitgründer Dietmar Hopp finanzierten Mannheimer SAP-Arena statt. Und dort, wo sonst die Eishockey-Mannschaft der Mannheimer Adler versuchen, von einem Sieg zum nächsten zu fliegen, fühlen sich die Aktionäre sichtlich wohl, war es doch ihr Wunsch, das Treffen hierhin zu verlegen.

"Es ist gar nicht so kalt hier, wie ich dachte, dass es in einer Eishockey-Halle sein müsste", scherzt Jella Benner-Heinacher, die Sprecherin der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz: "Die SAP-HV gehört in die SAP-Arena. Das ist ein Heimspiel, dass Sie nur gewinnen können."

Doch das war es dann auch schon mit dem Lob. Der restliche Vortrag der Aktionärs-Vertreterin fällt deutlich kühler aus. Es ist der müde Aktienkurs, der die Stimmung der Anteilseigner trübt. Zwar legte das Papier um 1,2 Prozent zu, während die Aktionäre dem Vorstand ihr Leid klagen. Doch mit knapp 35,60 Euro ist das Papier immer noch deutlich weniger wert als Ende 2006, als es noch gut 40 Euro kostete.

Selbst das wäre den Aktionären aber nicht genug. "35 Euro, das ist doch nicht der echte Wert der SAP-Aktie. 50 Euro, das ist das, was wir uns vorstellen", gibt Beller-Heinacher den Kurs vor. Sollte die Aktie weiterhin so "flügellahm bleiben", müsste im Gegenzug dann eben die Dividende steigen.

Lesen Sie weiter auf Seite 2: Kagermann peilt operative Marge von 35 Prozent an

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