"Sie können mit diesem Kursverlauf nicht zufrieden sein. Und wir sind es auch nicht", räumt Henning Kagermann, langjähriger Vorstandschef der SAP
, ein. Und versucht gut Wetter zu machen. "Wir sind überzeugt, dass Ihre Investition in SAP
eine gute Entscheidung ist und bald wieder deutlich bessere Früchte tragen wird."
Die Steigerung der Profitabilität "steht auf unserer Prioritätenliste ganz oben." Größter Konkurrent von SAP
ist der US-Datenbankanbieter Oracle, auch Microsoft mischt im Geschäft für Unternehmenssoftware mit.
Auf seiner letzten Hauptversammlung als SAP
-Lenker bekräftigte Kagermann: "Es gibt keinen strukturellen Grund, weshalb SAP
nicht über die Jahre eine bereinigte operative Marge von 35 Prozent erreichen sollte." Seit wenigen Wochen führt Kagermann den weltgrößten Anbieter von Unternehmenssoftware gemeinsam mit Vertriebschef » Leo Apotheker , der im kommenden Frühjahr allein das Ruder übernimmt.
Für dieses Geschäftsjahr bestätigte SAP
seine bisherige Prognose. "Das laufende Jahr wird nicht leicht, aber wir halten an unserer ambitionierten Prognose fest", sagte der SAP-Co
-Chef. Der Umsatz mit Softwarelizenzen und-wartung soll ohne Berücksichtigung von Wechselkursen um 24 bis 27 Prozent wachsen. Vor Steuern und Zinsen soll die Gewinnmarge auf 28,5 bis 29,0 Prozent von 27,3 Prozent im Jahr 2007 steigen. "Daran wollen wir trotz einer sehr schwierigen US-Konjunktur festhalten", sagte Kagermann.
Neben einer Verbesserung der Marge werde in den nächsten Monaten vor allem eine Steigerung der Kundenzahl angestrebt. Sie beläuft sich inklusive des Zukaufs Business Objects nach Angaben des Managers derzeit auf mehr 70 000. Seine Spitzenposition bei Unternehmenssoftware will SAP
2008 mit gezielten Zukäufen und neuen Produkten untermauern. "Wir bleiben fokussiert auf den großen und weiter wachsenden Markt der Unternehmenssoftware", sagte Kagermann. Die Zahl der Mitarbeiter solle um 4 000 wachsen. SAP
hatte Ende vergangenen Jahres 43 900 Beschäftigte.

