Münchener Medienunternehmen setzt sich hohe Ziele
Geschäft mit DVDs bringt Kinowelt kräftiges Wachstum

Die Kinowelt GmbH entwickelt sich zu einem ernst zu nehmenden Wettbewerber in der deutschen Filmbranche. Drei Jahre nach der spektakulären Insolvenz seiner Kinowelt AG ist es dem Medienmanager Michael Kölmel gelungen, ein profitabel wachsendes Unternehmen aufzubauen.

jojo MÜNCHEN. Im vergangenen Jahr erzielte Kinowelt ein Umsatzplus von rund 25 Prozent auf 55 Mill. Euro. Der Gewinn stieg von 416 000 Euro auf 1,4 Mill. Euro. Vier von fünf Euro erwirtschaftet die Firma mit DVDs, der Rest stammt aus TV-Verkäufen, Lizenzhandel und dem Filmverleih.

Der Neustart ist bemerkenswert. Im Herbst 2001 stand Kölmel vor den Trümmern seines Lebenswerks, als die Kinowelt AG nach einer völlig überzogenen Expansion pleite ging. Schon 2003 kaufte der Filmfan das Kerngeschäft der AG mit Hilfe der Stadtsparkasse Leipzig zurück und zog nach Sachsen. Inzwischen beschäftigt Kölmel wieder 90 Leute und will in diesem Jahr zehn bis 20 Stellen schaffen. Zudem nimmt er die Börse ins Visier. Allerdings gebe es rechtliche Probleme, den alten Börsenmantel wieder zu kaufen, sagte ein Sprecher.

Die Geschäfte laufen offenbar gut. 2005 soll der Umsatz um ein Fünftel auf 66 Mill. Euro klettern. Kölmel hat große Pläne. Kinowelt habe die Voraussetzungen geschaffen, „sich in Deutschland wieder als eine der führenden Verleih- und Vertriebsfirmen für den deutschen und internationalen Independent-Film zu etablieren“, hieß es gestern in einer Mitteilung.

Damit tritt Kinowelt in dem Marktsegment an, das die großen Studios nicht bedienen, sondern das den kleineren, unabhängigen Filmfirmen überlassen bleibt.

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