Multimedia-Kooperation
Arena rückt näher an Kabel Deutschland

Gute Nachricht für alle Fußball-Fans: Ab August können zwei Millionen Haushalte live Spiele der Bundesliga bei mehr als 100 regionalen Kabelnetzbetreibern verfolgen. Möglich macht dies eine Allianz zwischen Arena und Eutelsat. Sie könnte noch um Kabel Deutschland erweitert werden.

HB KÖLN. Empfangen können Fußballfans die Spiele über lokale Versorger, Wohnungsbaugesellschaften oder Unternehmen wie Primacom oder Ewt, die über einen direkten Zugang zu den Haushalten verfügen. Arena ist einer der größten Spielerechte-Vermarkter Deutschlands. Eutelsat ist weltweit der drittgrößte Satelllitenbetreiber.

Unklar ist noch, ob die Spiele auch von anderen überregionalen Kabelnetzbetreibern übertragen werden. Hier laufen derzeit noch die Verhandlungen unter anderem auch mit Kabel Deutschland (KDG). „Ich glaube, dass wir auch bald einen Vertrag mit der KDG verkünden werden“, sagte Christoph Bellmer, Vertriebs- und Technikchef bei Arena, eine 100-prozentige Tocher von Unity Media (Köln).

Zu Unity Media gehören die Kabelunternehmen ish, iesy und TeleColumbus mit mehr als 7 Millionen angeschlossenen potenziellen Haushalten. Bellmer sagte, die Bedeutung der KDG, die rund 10 Millionen deutsche Haushalte mit Kabelanschluss versorge, sei von der am Montag verkündeten Kooperation „unberührt“.

Der Preis könnte sich für die Kunden zwischen 14,90 Euro bis 19,90 Euro pro Monat bewegen. Doch die konkrete Gestaltung stehe dem jeweiligen Kabelnetzbetreiber vor Ort frei. „Wir sind froh, dass wir den Vertrag mit Eutelsat bekannt geben können, weil der deutsche Kabelmarkt relativ zersplittert ist“, sagte Bellmer. Das Angebot über Eutelsat sei komplementär zu dem von Arena und dem möglichen Empfang durch die KDG zu sehen.

Volker Steiner, zuständig für die Geschäftsaktivitäten von Eutelsat in den deutschsprachigen Märkten, erläuterte Dow Jones Newswire, dass künftig auch die Kunden des rheinischen RegionalCarriers NetCologne das Bundesliga-Angebot von arena empfangen können. Das bezieht sich aber nur auf die Kunden, die einen Kabelanschluss bei NetCologne haben. Großkunden hat Eutelsat auch unter Wohnungsbaugesellschaften.

Nach einer Einigung zwischen der Deutschen Telekom und der Deutschen Fußball- Liga (DFL) hatte arena darauf verzichtet, die Bundesliga-Live-Partien anderen Telekommunikationsanbietern als IP-Signal zur Verfügung zu stellen. Ein ähnlicher Vertrag, wie ihn arena mit Eutelsat geschlossen hat, steht mit den anderen großen Kabelnetzbetreibern Kabel Deutschland (KDG) und Kabel Baden- Württemberg aber noch aus.

Bislang erreicht das Bundesliga-Pay-TV-Angebot von arena die Kabel-Kunden der Muttergesellschaft Unity Media und nunmehr den von Eutelsat versorgten unabhängigen Netzbetreibern, es wird außerdem über Satellit verbreitet.

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