Multimedia
Pixelpark will Elephant Seven schlucken

Der Internet-Dienstleister Pixelpark will die Münchener Multimedia-Agentur Elephant Seven (E7) über einen Aktientausch schlucken. Die Bayern finden die Offerte höchst honorig und empfehlen ihren Aktionären deswegen, sie anzunehmen.

HB BERLIN/MÜNCHEN. Jede E7-Aktie könne in 0,95 Pixelpark-Anteilscheine getauscht werden, teilten die beiden Unternehmen am Mittwoch mit. Das Management der Münchener Agentur, das selbst zehn Prozent der Papiere hält, werde den übrigen Aktionären empfehlen, das Angebot aus Berlin anzunehmen. Das Angebot sei über 20 Prozent höher, als es sich aus den Durchschnittskursen beider Aktien in den vergangenen drei Monaten ergeben hätte.

Pixelpark strebt nach eigenen Angaben mindestens 75 Prozent an E7 an. Mit der Übernahme rückt E7-Vorstandschef Horst Wagner in den Vorstand von Pixelpark. Die im General Standard gelisteten E7-Papiere beendeten den Handel am Mittwoch mit einem Plus von mehr als elf Prozent auf 1,18 Euro. Pixelpark stagnierten bei 1,48 Euro.

Im Juli war noch von einer Fusion unter gleichberechtigten Partnern die Rede. Mit Elephant Seven käme Pixelpark im nächsten Jahr mit rund 400 Mitarbeitern auf 50 Millionen Euro. Am Umsatz gemessen ist Pixelpark mehr als doppelt so groß wie Elephant Seven.

Im vergangenen Jahr hatte Pixelpark - einst einer der Stars des Neuen Marktes - bei Erlösen von 24 Millionen Euro erstmals seit dem Börsengang vor sieben Jahren operativ schwarze Zahlen geschrieben. E7 will den Sprung in die Gewinnzone erstmals im laufenden Geschäftsjahr 2006/07 schaffen. Ursprünglich wollte das Unternehmen die Werbeagentur Springer&Jacoby kaufen, hatte die Transaktion aber abgesagt, weil die Hamburger überraschend ihren langjährigen Großkunden Mercedes-Benz verloren hatte. Springer&Jacoby geht nun an die Beteiligungsgesellschaft Avantaxx.

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