Musik-Downloads
Virgin mit Universal auf Piratenjagd

Web-Provider und Musikunternehmen wollen verstärkt zur Selbstjustiz gegenüber Musikpiraten übergehen. Der Internet-Provider Virgin Mobile und der Musikkonzern Universal wollen den Kunden des britischen Providers einen Service anbieten, bei dem sie gegen monatliche Gebühr unbegrenzt Musik aus dem Repertoire des Weltmarktführers laden und behalten dürfen.

DÜSSELDORF. Im Gegenzug enthalte der Service "die Einführung verschiedenster Strategien, um Filesharer (Musiktauscher im Internet) zu erziehen", so Virgin in einer Pressemitteilung. Das gehe hin bis zu einer zeitlich begrenzten Sperre des Webzugangs. Virgin betont, man werde keinesfalls das Surfverhalten einzelner Kunden beobachten oder die Netzwerk-Aktivitäten, um Raubkopierer aufzuspüren.

Der Rechteinhaber, Universal Music, könne allerdings mit einer zusätzlich installierten Software Rechner identifizieren, auf denen sich illegal geladene Musik befinde, die zuvor ein anderer, zahlender Virgin-Kunde legal geladen habe. Genauere Angaben wurden nicht gemacht. Eine rechtliche Absicherung gibt es für diese Kooperation bisher nicht, räumte Virgin ein.

Erst vergangene Woche hatte der französische Verfassungsrat ein Gesetz als verfassungswidrig bezeichnet, bei dem es möglich gewesen wäre, Internetnutzern ohne richterlichen Beschluss auf Wunsch von Unternehmen hin den Zugang zum Web beim Verdacht auf Raubkopieren zu sperren. Die französische Regierung hat angekündigt, das Gesetz jetzt entsprechend umzuarbeiten und einen Richtervorbehalt einzuarbeiten.

Handelsblatt-Korrespondent Axel Postinett
Axel Postinett
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