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Musik im Netz: Google Music knöpft sich iTunes vor

Frontalangriff aus Mountain View: Mit einem Musik-Shop greift Google unverhohlen Apple an. Google Music stützt sich auf eine Partnerschaft mit wichtigen Musikunternehmen - und eine aggressive Preispolitik.

Als Anreiz für den Musik-Shop bietet Google ein Album von Shakira. Quelle: Reuters
Als Anreiz für den Musik-Shop bietet Google ein Album von Shakira. Quelle: Reuters

San FranciscoGoogle startet Google Music in den USA und nimmt sich direkt Apple vor. Anders als bisher angekündigt wird der Service, mit dem man bis zu 20.000 Lieder im Internet speichern und auf seinem Smartphone anhören kann, auch nach dem Ende der Betaphase kostenfrei bleiben. Zu diesem Zeitpunkt sollte eigentlich ein monatlicher Beitrag für den Webspeicherdienst erhoben werden. Der Schritt ist ein direkter Angriff auf Apple, der gerade seinen Musik-Webspeicherdienst iTunes Match gestartet hat – und dafür 25 Dollar pro Jahr verlangt.

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Gleichzeitig wird ein Musik-Shop in den Online-Softwaremarkt Google Marketplace integriert. Als Launchpartner sind Universal, Emi, Sony Music an Bord, damit fehlt aus den großen Musikkonzernen nur Warner Music. Daneben stellt eine Vielzahl von kleineren unabhängigen Musik-Produzenten ihr Repertoire zur Verfügung. Auch mit diesem Schritt nähert sich der Webkonzern aus Mountain View immer stärker an den Konkurrenten aus Cupertino und dessen iTunes an.

Als besonderer Anreiz gibt es für die Kunden in den USA, das einzige Land, in dem Google Music derzeit verfügbar ist, exklusive Musikstücke bekannter Künstler kostenlos zum Download. Unter anderem liefern die Rolling Stones sechs bislang unveröffentlichte Live-Konzerte, die Gruppe Coldplay fünf Live-Aufnahmen, und Shakira steuert ein Studioalbum bei.

Ein spezieller Dienst namens „artist hub“ soll unabhängige Musiker und Bands ansprechen, die ihre Musik direkt über Google Music verkaufen wollen. Sie können eine Künstler-Webseite erstellen, ihre Musik direkt in den Dienst hochladen und den mittlerweile über 200 Millionen Android-Kunden zugänglich machen.

Google-Manager Jamie Rosenberg erklärte auf einer Pressekonferenz in Los Angeles, dass der Dienst während der einjährigen Testphase stark genutzt worden sei. Im Schnitt 2,5 Stunden pro Tag hätten die Betatester Musik über ihren PC oder ihr Smartphone gehört und rund 100 Millionen kostenlose Musikstücke abgerufen. Google Music bietet regelmäßig kostenlose Songs von unbekannten Künstlern an, die die Nutzer nicht nur hören, sondern auch ihrer Musiksammlung hinzufügen können.

T-Mobile USA wird es indessen als erster Mobilfunkanbieter ermöglichen, die Musik direkt mit der Telefonrechnung zu bezahlen. T-Mobile USA verkauft nach eigenen Angaben mittlerweile 75 Prozent seiner Geräte als Smartphones, 90 Prozent davon mit Android als Betriebssystem. Allerdings hat T-Mobile USA kein iPhone in seinem Angebot - und gehört damit unter US-Mobilfunkanbietern zu einer Minderheit.

  • 17.11.2011, 09:07 UhrAnonymer Benutzer: loony

    also ich hab den artikel jetzt 2 mal gelesen und kann beim besten willen kein parteiisches jammern entdecken...

  • 17.11.2011, 04:58 UhrAnonymer Benutzer: Fred_Kirchheimer

    Oh, Google greift als UNVERHOHLEN Apple an. Ja welch ein Sakrileg!
    Tja Herr Postinett, das nennt man freie Marktwirtschaft! Und gerade als angeblich in America ansässiger Schreiberling sollten Sie eigentlich wissen, daß es kein "gemähte Wiese" oder unantastbare Verkaufsideen gibt. Warum sollte es Google nicht machen? Sie haben die Infrastruktur, einen starken Namen, der auch Aktivitäten auf diesem Gebiet zuläßt und zudem haben sie das Geld. Nun wird sich zeigen, wie stark die Kundenbindung bei dieser Art von Angebot von Apple ist. Die Wankenden und diejenigen die sich entgegen der Applelobby in den Medien eine Alternative wünschen, gehen zu Google oder zu einem anderen Anbieter. Auf alle Fälle wird der verstärkte Kampf um Marktanteile insgesamt zu einer Ausweitung des Gesamtmarktes führen. Also kein Grund für einen weitblickenden Journalisten parteiisch herumzujammern.

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