Musik-Preispolitik wird nachgegangen
EU-Kommission nimmt Apple ins Visier

Der Software-Riese Microsoft ist bereits seit Jahren im Visier vieler Wettbewerbshüter. Nun droht aber auch Apple womöglich Ärger von Seiten der Europäischen Kommission. Grund ist die europäische Preispolitik des US-Computer- und Softwareherstellers bei seinem Musikprogramm „iTunes“.

HB BRÜSSEL. Der Sprecher von EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes sagte am Mittwoch, Kroes prüfe Vorwürfe, wonach Apple für „iTunes“ zu Unrecht mehr Geld von Kunden in Großbritannien verlange als beispielsweise in Deutschland oder Frankreich. „Wir gehen der Frage nach, ob die Geschäftsbedingungen für 'iTunes' mit den EU-Wettbewerbsvorschriften vereinbar sind oder nicht“, erklärte der Sprecher.

Bei iTunes handelt es sich um ein Software-Programm, mit dem Musikstücke aus dem Internet heruntergeladen werden können. Der Sprecher sagte weiter, es sei zu früh zu sagen, welchen Weg die Untersuchung nehmen könnte. Apple sollte zunächst Stellung zu den Vorwürfen nehmen. Diese gehen zurück auf eine Beschwerde des britischen Verbraucherverbands bei der britischen Wettbewerbsaufsicht OFT, die sie an die Kommission weiter geleitet hat.

Die Verbraucherschützer werfen Apple vor, dass Kunden in Großbritannien 20 % mehr zahlen müssen als in anderen europäischen Staaten, wenn sie sich über iTunes Musikstücke aus dem Internet auf ihren Rechner holen. Deutsche oder Franzosen müssen dafür 99 Cent zahlen. Kunden in Großbritannien würden dagegen mit 120 Cent zur Kasse gebeten, kritisierte der Verband. Mit dem Preisunterschied würde Apple gegen das EU-Prinzip der Gleichbehandlung von Verbrauchern in der Union verstoßen.

In Brüssel wurden allerdings darauf verwiesen, dass unterschiedliche Preise zwischen und auch innerhalb von EU-Staaten durchaus üblich seien.

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