Musik-Streamingdienst
Spotify peilt direktes Listing an New Yorker Börse an

Spotify plant seinen Weg an die Börse mit einem ungewöhnlichen Verfahren: Das Unternehmen will sich direkt am New Yorker Aktienmarkt registrieren lassen. Damit entfallen die hohen Gebühren für begleitende Banken.
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BangaloreDer Musik-Streamingdienst Spotify will nach Reuters-Informationen auf seinem Weg an die Börse eine Abkürzung nehmen. Das schwedische Unternehmen peile eine direkte Registrierung am New Yorker Aktienmarkt (Nyse) an, sagte eine mit den Plänen vertraute Person am Freitag. Mit dem Schritt dürfte der Apple-Music-Konkurrent ein ungewöhnliches Verfahren testen, bei dem keine Konsortialführer benötigt werden. Damit würden hohe Gebühren für die begleitenden Banken entfallen.

Sollte Spotify das direkte Listing gelingen, könnte dies anderen Firmen bei ihren Börsenplänen zu denken geben. Für Investmentbanken wäre eine solche Entwicklung ein Schlag ins Kontor, da ihnen eine wichtige Einnahmequelle wegbrechen würde. Zuletzt war die Zahl der Neuemissionen ohnehin gesunken.

Als Zeitpunkt für die Börsennotiz nehme Spotify Ende 2017 oder Anfang 2018 ins Visier. Das Unternehmen werde derzeit mit 13 Milliarden Dollar bewertet, ergänzte der Insider.

Spotify und die New Yorker Börse wollten sich nicht dazu äußern.

Das Unternehmen hat nach früheren Angaben rund 50 Millionen zahlende Kunden. Die Schweden setzen vor allem auf Wachstum und schreiben keinen Gewinn. Spotify wurde 2006 gegründet, muss jedoch mehr als 80 Prozent der Einnahmen an Plattenfirmen und Künstler abführen. Der Musikstreaming-Dienst ermöglicht es seinen Nutzern, gegen Bezahlung Musik einer Reihe großer Plattenlabels wie Sony, EMI, Warner Music Group und Universal über das Internet zu hören.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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