Musik-Verwertungsgesellschaften: Gema und Co. unter Druck

Musik-Verwertungsgesellschaften
Gema und Co. unter Druck

Europäische Musik-Verwertungsgesellschaften wie die Gema in Deutschland bekommen Druck. Die EU-Kommission geht wegen Wettbewerbsverstößen gegen sie vor.

HB BRÜSSEL. Ins Fadenkreuz der Wettbewerbshüter gerieten Verwertungs- oder Wiederverwertungsrechte für Internet-, Kabel-, und Satelliten-Übertragungen. Das teilte die Behörde am Dienstag in Brüssel mit. Die traditionelle Rechte-Verwertung werde hingegen nicht angegriffen.

Die Kommission stößt sich daran, dass Künstler ihre Rechte nur an ihre nationale Verwertungsgesellschaft übertragen können. Kommerzielle Nutzer müssten für jedes einzelne Land die Rechte beantragen.

Die Kommission eröffnete förmliche Marktmissbrauchs-Verfahren gegen die „Internationale Vereinigung der Gesellschaften von Autoren und Komponisten“ (CISAC) und die jeweiligen nationalen Gesellschaften in den einzelnen Mitgliedstaaten.

Die Kommission kann gegen Unternehmen kartellrechtlich vorgehen, falls diese eine marktbeherrschende Stellung ausnutzen. Im schlimmsten Fall drohen bei solchen Verfahren Bußgelder in Höhe von zehn Prozent eines Jahresumsatzes.

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