Musikbranche
BMG schließt sich mit Musikrechteverlag zusammen

Mit 300 Millionen Euro Umsatz gehört der Musikrechtemanager BMG nicht zu den größten Abteilungen des Medienriesen Bertelsmann. Doch BMG entwickelt sich durch Zukäufe, Kooperationen und Wachstum rasant.
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Berlin/London/New YorkDie Bertelsmann-Tochter BMG setzt ihren Wachstumskurs auf dem internationalen Musikrechtemarkt fort: Am Dienstag verkündete BMG eine strategische Partnerschaft mit Primary Wave Music, einem der größten unabhängigen Musikunternehmen in den USA. Die Vereinbarung umfasse Masterrechte und das Musikverlagsgeschäft und habe einen Umfang von umgerechnet gut 113 Millionen Euro (150 Millionen Dollar), hieß es.

Für den Großteil der Summe kauft BMG einen „maßgeblichen Anteil“ der Musikverlagsrechte von Primary Wave. Dazu gehören Hits von Earth Wind & Fire, Hall & Oates, John Lennon, Marvin Gaye, Kurt Cobain/Nirvana und Aerosmith. Der Rest der Summe sei die Finanzierungsgrundlage für die strategische Allianz, etwa um Vorschüsse für Künstler zu zahlen.

Denn die Partner wollen auch Texter und Komponisten unter Vertrag nehmen und fördern. In dem Joint Venture BMG/Primary Artist Services soll sich das Gemeinschaftsunternehmen auf Neuerscheinungen bereits etablierter und erfolgreicher Musiker konzentrieren. Dabei behalten die Künstler ihre Urheberrechte und BMG übernimmt Finanzierung und Verwaltung sowie weitere Dienstleistungen. Die aktuelle Geschäfts- und Personalstruktur von Primary Wave Music bleibe durch die Zusammenarbeit weitgehend unangetastet, hieß es.

BMG ist das weltweit viertgrößte Musikrechte-Unternehmen. Bertelsmann will den BMG-Umsatz von derzeit gut 300 Millionen Euro binnen fünf Jahren auf 500 Millionen Euro steigern. BMG mit Sitz in Berlin verwaltet mehr als eine Million Songrechte, darunter Titel von Künstlern wie Bruno Mars, Duran Duran, Gossip oder Johnny Cash. Im Juli hatte BMG Lizenzen von Mick Jagger und Keith Richards übernommen.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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