Musikmarkt
EU will Universal-BMG-Deal prüfen

Die Europäische Kommission hat wie erwartet eine eingehende Untersuchung der geplanten Übernahme der BMG Music Publishing Group durch die Vivendi-Tochter Universal Music Group begonnen.

HB BRÜSSEL. Universal würde durch den Erwerb eine dominante Position am Musikmarkt erlangen, begründete die Kommission ihre Entscheidung am Freitag. Sie hat nun 90 Tage Zeit, über das Vorhaben zu entscheiden.

Die Vivendi-Tochter will BMG Music Publishing für 1,63 Mrd EUR von der Bertelsmann AG kaufen und damit zum weltweit größten Musikverlag aufsteigen. BMG hält die Rechte an mehr als 1 Mio Musikstücken von Künstlern wie Nelly, Maroon 5 oder den Beach Boys.

Das Europäische Gericht erster Instanz (EuGeI) hatte im September die Genehmigung der Europäischen Kommission zur Gründung der Sony BMG für nichtig erklärt. Die Kommission habe nicht in rechtlich hinreichender Weise dargelegt, dass vor dem Zusammenschluss der Tonträgersparten von Bertelsmann und Sony keine kollektiv marktbeherrschende Stellung existiert habe, hatte das Gericht festgestellt. Auch habe die Kommission nicht nachgewiesen, dass durch die Fusion kein marktbeherrschendes Unternehmen entstehen werde.

Diese Gerichtsentscheidung und der Einspruch des Verbandes Impala habe die Kommission veranlasst, die Prüfung der Universal-BMG-Transaktion zu verlängern, hatten informierten Personen Ende November angeführt. Impala ist der internationale Interessenverband unabhängiger Musikproduktionsgesellschaften.

Von der US-Kartellbehörde FTC war die Übernahme Mitte November genehmigt worden.

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