Musikmesse Midem: Vernetzt und verspielt soll die Zukunft werden

Musikmesse Midem
Vernetzt und verspielt soll die Zukunft werden

Zum vierzigsten Mal startet am kommenden Sonntag (21. Januar) in Cannes die Musikmesse Midem. Experten sehen dabei – nach bald einem halben Jahrzehnt mit sinkenden CD-Verkäufen – die Zukunft der Branche auf der Konzertbühne, im Online-Vertrieb und vor allem in der Lizensierung von Musik für Computerspiele, Filme und Fernseh-Serien.

HB FRANKFURT. Der Dreiklang „Bands, Brands and Fans“, bei dem Markenartikler verschiedenster Branchen ihre Sponsoring-Aktivitäten vorstellen, bildet ebenfalls einen Schwerpunkt im Kongressprogramm dieser noch immer bedeutendsten alljährlich stattfindenden Branchen-Veranstaltung.

Das Aufgebot an musikalischen Höhepunkten reicht von leisen Jazzklängen über avantgardistische Akkordeon-Quälereien bis hin zu Kurzauftritten international bekannter Superstars im Rahmen der „NRJ Music Awards“: Für die am Vorabend der Midem verliehenen „französischen Grammies“ sind Größen wie Coldplay, Moby, Madonna, Gwen Stefani und Robbie Williams nominiert, aber auch hierzulande kaum bekannte französische Dauerbrenner wie Mylène Farmer und Gerald de Palmas. In der Vergangenheit waren schnöde Video-Botschaften abwesender Pop-Ikonen die Ausnahme, die meisten internationalen Künstlerinnen und Künstler wohnen ihrer eigenen Preisverleihung gerne bei, zumal die Veranstaltung landesweit live in Radio und Fernsehen übertragen wird.

Potenzial für Neu-Entdeckungen gibt es im Rahmen der Midem ebenfalls reichlich. Im Mittelpunkt stehen neue und neueste Entwicklungen aus Pop, Rock, Hip Hop und Dance aus den verschiedensten Provenienzen: Allen voran präsentiert das diesjährige Partnerland Finnland gleich mehrere Konzertreihen, aber auch Großbritannien und Gastgeberland Frankreich sind in diesem Jahr wieder stark präsent.

Obwohl oder vielleicht gerade weil Deutschland noch lange nicht Exportweltmeister in Sachen Musik ist, zeigt auch das Bundeswirtschaftsministerium Präsenz in Cannes. Der Anlass: Die aus dem mittelhessischen Gießen stammende Band Juli wird mit dem von der Euopäischen Union ausgelobten „European Border Breakers Award“ für außerordentlichen Erfolg jenseits der eigenen Landesgrenzen ausgezeichnet. Auch Shooting-Star Annett Louisan, eine der erfolgreichsten deutschsprachigen Popsängerinnen der letzten Jahre, wird in Cannes live zu erleben sein. Allerdings dürften auch in diesem Jahr die aktiven Künstler wieder eine verschwindend kleine Minderheit unter den erwarteten 8000 bis 9000 Fachbesuchern aus rund 90 Ländern bilden.

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