
DüsseldorfEuropas größter Elektronikhändler, die Metro-Tochter Media-Saturn, macht Marktführer Apple den Verkauf von Musik im Internet streitig. Unter dem Markennamen „Juke“ schalten die Ingolstädter am morgigen Donnerstag einen Online-Musikladen frei, der Apples Musik-Bibliothek „iTunes“ Marktanteile kosten dürfte. Das berichtet das Handelsblatt (Donnerstagsausgabe).
Anders als Apple will „Juke“ die Songs im Internet nicht einzeln verkaufen, sondern Musikfans den Zugang zu 13 Millionen Titeln ermöglichen. Die Media-Saturn Tochter „24-7“ hat dazu in den vergangenen Jahren Lizenzvereinbarungen mit Plattenlabels wie Sony oder Warner Music geschlossen. Die Lieder müssen dabei nicht wie beim iTunes-Store heruntergeladen werden. Stattdessen werden sie – wie beim Internet-Radio – „live“ von einem sogenannten Cloud-Computer gesendet, also per „Streaming“ abgespielt.
Wer den Song beim Abspielen einem seiner Lieblingsverzeichnisse („Playlist“) zuordnet, speichert ihn damit auf seinem Computer oder Smartphone. Das Stück kann anschließend auch dann gehört werden, wenn gerade keine Internetverbindung zur Verfügung steht – allerdings nur so lange, wie fürs Abo gezahlt wird.
Kosten soll das Monatsabo, das alle vier Wochen kündbar ist, bei einer unbegrenzten Zahl an Musikzugriffen 9,99 Euro. Beim Wettbewerber Apple, der mit seinem „iTunes“-Store im letzten Quartal mehr als eine Milliarde Euro weltweit umsetzte, sind zu diesem Preis gerade einmal zehn Musiktitel drin.
iTunes Konkurrenz gut und schön, aber bei Simfy habe ich fast die gleiche Anzahl an Musiktiteln und fast alles kostenlos. Zudem ist der Dienst glaube ich ein wenig ausgereifter mit mehr mobilen und Desktopapps als bei Juke. Das Portal an sich sieht schon sehr schick aus aber ich glaube nicht, dass ich diesen Dienst nutzen werde.
@ujf99: nur wenn man einen titel in seine playlist zieht, wird er lokal gespeichert, andernfalls bleibt's beim streaming
Das hört sich ganz ähnlich an wie simfy oder grooveshark. Just another Musik streaming platform. Ob das der große Erfolg wird, bleibt abzuwarten. Was bei der Gelegenheit aber deutlich wird, ist dass Apple mit itunes ein allmählich veraltetes Geschäftsmodell betreibt.
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