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Musikrechte: Bertelsmann nach Gewinnschub im Kaufrausch

Ein üppiger Gewinnschub beflügelt Bertelsmann: Europas größter Medienkonzern will seine Musiksparte deutlich ausbauen. Als potenzielle Kaufobjekte fallen die Namen EMI und Warner Musik.

Zuletzt musste Warner Music den Weggang von Start wie Depeche Mode (im Bild Sänger Dave Gahan) verkraften, trotzdem wird Bertelsmann Interesse nachgesagt. Quelle: AP
Zuletzt musste Warner Music den Weggang von Start wie Depeche Mode (im Bild Sänger Dave Gahan) verkraften, trotzdem wird Bertelsmann Interesse nachgesagt. Quelle: AP

Gütersloh Bertelsmann will sein hochprofitables Geschäft mit den Rechten an Rock- und Popsongs deutlich ausbauen. Das Unternehmen zeigt nun offen Interesse an dem Katalog des angeschlagenen britischen Musiklabels EMI. Er gehe davon aus, dass EMI dieses Jahr auf den Markt komme, sagte Finanzvorstand Thomas Rabe am Dienstag in Berlin. "Wir werden uns das dann anschauen. (...) Wir werden sehen, ob wir bestimmte Teile des Geschäftes zu einem angemessenen Preis erwerben können."

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BMG Publishing - ein Gemeinschaftsunternehmen mit dem Finanzinvestor KKR - ist zurzeit weltweit die Nummer fünf im Musikrechtegeschäft, kauft aber seit Monaten kontinuierlich kleinere Kataloge auf und wächst stark. Die Rechte an mehr als 300.000 Songs liegen inzwischen schon bei BMG Publishing - die Spanne reicht dabei von Elvis und John Denver bis zu den Black Eyed Peas und Duran Duran.

Zudem verdichten sich Gerüchte, dass BMG gemeinsam mit KKR für drei große Musikkataloge von Warner Music bieten will. Das berichtet heute die Nachrichtenagentur Bloomberg. Bertelsmann wird seit längerem ein Interesse an Teilen von Warner Music und EMI nachgesagt. "Ziel ist es, bis 2015 eines der größten und eines der bestgeführten Musikrechte-Unternehmen zu werden", sagte Rabe. Es gehe "auch emotional um die Rückkehr in die Musikwelt". BMG Publishing sei in acht großen Märkten präsent. "Wir denken über Brasilien und Australien nach. Auch über Asien." Asien gilt als Boommarkt.

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