Musikumsätze waren in den vergangenen sechs Jahren um 40 Prozent zurückgegangen
Musikbranche ist wieder zuversichtlich

Die Musikbranche blickt wieder optimistischer in die Zukunft. Die Zeit des Jammerns ist vorbei, jetzt werde nach vorne geschaut. Nach Jahren der Flaute sei das Interesse im In- und Ausland wieder gestiegen, teilte Katja Bittner, Projektleiterin der 16. Popkomm, am Dienstag mit.

HB BERLIN. Am Dienstagabend soll die Popkomm mit einem großen Konzert in der Berliner Deutschlandhalle beginnen sollte. „Nach Jahren des Abwärtstrends ist das Interesse an der Popkomm im In- und Ausland wieder enorm gestiegen“, sagte Bittner. Die Veranstalter rechnen mit 12 000 bis 15 000 Fachbesuchern.

663 Aussteller aus 41 Ländern beteiligen sich bis zum 1. Oktober an der Popkomm in den Messehallen unter dem Funkturm. Im vergangenen Jahr hatte die Messe einen drastischen Besucher- und Ausstellerrückgang verzeichnet. Nach seinem Wegzug aus Köln findet der Branchentreff unter dem Motto „Movin Music“ jetzt erstmals in der Hauptstadt statt. „Der Magnetismus der Popkomm funktioniert wieder“, sagte Popkomm-Geschäftsführer Ralf Kleinhenz.

Neben Messe und Kongressprogramm für Fachbesucher gibt es das Popkomm-Festival, das allen Musikfans offen steht. Dabei werden in den Clubs der Stadt 400 Stunden Live-Musik geboten. 1 200 Musiker treten auf, darunter Stars wie Fettes Brot, Clueso, die Sportfreunde Stiller und die Beatsteaks, aber auch viele noch unbekannte Talente.

Offizielles Partnerland der Messe ist Frankreich. Das Land wird mit 62 Labels und Agenturen vertreten sein und Künstler wie Helena, Autour de Lucie und Jérémie Kiesling auf die Bühne schicken. Ihr Debüt gibt auf der Popkomm die HipHop-Allstar-Band The Machine, zu der sich unter anderem die amerikanischen Rapper und DJs Ice-T, Afrika Islam und Afrika Bambaataa zusammengetan haben

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Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD) wird die Messe am Mittwoch offiziell eröffnen. Beim begleitenden Popkomm-Kongress beraten Vertreter von Plattenfirmen und Musikverlagen unter anderem über Download-Portale, die Musikquote, das Geschäft mit Handy- Klingeltönen und die Musikvermarktung über Internet und Mobiltelefone. Der Umsatz der Musikbranche mit den klassischen Tonträgern ging in den vergangenen sechs Jahren um 40 Prozent zurück. Die großen Musikunternehmen würden auf der Messe von Sony Music, Universal und Warner vertreten, sagte Bittner. BMG und EMI hätten aus Kostengründen abgesagt. Die kleinen Independent-Labels werden sich erstmals auf einem eigenen Forum vorstellen.

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