N24-Chef kritisiert Phoenix
N24 und n-tv geraten aneinander

Zwischen den beiden Nachrichtensendern ist eine Art Kleinkrieg um die Reklamation der Marktführerschaft entbrannt. Der ProSiebenSat.1-Sender rühmt sich damit, in der entscheidenden Zielgruppe den Konkurrenten überholt zu haben. Der Erzrivale sieht das anders - und mahnt N24 ab.

HB MÜNCHEN. Gut fünf Jahre nach dem Sendestart sieht sich N24 im Verdrängungswettbewerb der Nachrichtensender vor n-tv. „Wir konkurrieren um Werbegelder in einem sehr, sehr engen Markt“, sagte N24-Chef Torsten Rossmann am Donnerstagabend in München. Seit Oktober 2004 liege N24 bei den Marktanteilen unter den 14- bis 49-jährigen Zuschauern kontinuierlich vor n-tv. Auch bei den Anteilen am Bruttowerbemarkt habe der Sender der ProSiebenSat.1- Gruppe aufgeschlossen. „Hier verschieben sich im Markt die Gewichte.“ N24 wolle auch in Zukunft die Umsätze weiter steigern.

N24 habe nicht nur wegen seiner Dokumentationen n-tv überholt, sagte Rossmann. Auch bei Großereignissen wie der Flut in Süddeutschland oder dem Hurrikan in den USA habe man die Nase vorn gehabt. Im August habe N24 erstmals einen Marktanteil von 1,0 % erreicht. „Das ist für uns eine Zäsur.“

In einer Stellungnahme von n-tv hieß es am Freitagabend, N24 beziehe sich auf die Zielgruppe zwischen 14 und 49 Jahren, die für das Spartenfernsehen aber nicht relevant sei. Ein Nachrichtensender orientiere sich an der Zielgruppe der so genannten Entscheider, sagte ein n-tv Sprecher. Das seien gut ausgebildete und informationsbedürftige Bürger, die oft auch älter als 50 Jahre und wirtschaftlich als Publikum interessant seien.

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