Nach Ausscheiden von Sprint
Dish Network zeigt Interesse an T-Mobile US

Im Bieter-Reigen um T-Mobile US gibt es scheinbar einen neuen Teilnehmer: Der amerikanische Satellitennetz-Betreiber Dish Network zeigt Interesse. Aber der französische Telekom-Milliardär Niel bleibt weiter hartnäckig.
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New York/Los AngelesDer amerikanische Satellitennetz-Betreiber Dish Network könnte nach dem Ausscheiden von Sprint beim Rennen um die Telekom-Tochter T-Mobile US jetzt einsteigen. Dish-Chairman Charlie Ergen sagte am Mittwoch, es wäre sinnvoll, sich mit dem Thema zu befassen. Wenn Sprint aussteige oder die Regierung die Übernahme nicht erlaube, dann "wäre T-Mobile etwas, das uns interessieren könnte", sagte Ergen am Mittwoch in einer Telefonkonferenz nach Bekanntgabe der Quartalszahlen. Im Management sei über solche Pläne allerdings noch nicht diskutiert worden. Der Rückzug von Sprint könnte die Wahrscheinlichkeit dafür aber erhöhen.

Im Bieter-Reigen um T-Mobile US steht allerdings auch der französische Telekom-Milliardär Xavier Niel mit seinem Unternehmen Iliad in den Startlöchern. Er bot bislang 15 Milliarden Dollar, was der Deutschen Telekom nach Reuters-Informationen bislang aber zu wenig ist. Niel arbeitet Insidern zufolge bereits an einer Aufstockung des Gebots.

Der Rückzug von Sprint – dem drittgrößten Mobilfunkbetreiber in den Vereinigten Staaten – hatte sich angedeutet, da die Verhandlungen sich immer weiter in die Länge zogen. Ursprünglich wollten die Konzerne bereits im Juni handelseinig werden. Insidern zufolge drohten die US-Behörden trotz einer Werbe-Offensive von Sprint damit, den Kauf zu blockieren. Beide Seiten seien zum Schluss gekommen, dass die Kartellwächter einem Verkauf des Branchen-Vierten T-Mobile US an Sprint zurzeit wahrscheinlich nicht zustimmen würden, sagten die informierten Personen der Nachrichtenagentur Reuters.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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