Nach Blackberry-Deal Vorerst keine Folgen für „Merkel-Phone“

Der Deal mit Blackberry wird für Secusmart zunächst keine Folgen haben: Der Spezialist darf weiterhin das Handy der Kanzlerin verschlüsseln. Das BSI werde aber die langfristigen Auswirkungen des Verkaufs untersuchen.
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Bundeskanzlerin Angela Merkel nutzt die Technologie des Verschlüsselungsspezialisten Secusmart. Der braucht sich künftig keine Sorgen zu machen, den Auftrag für die „Merkel-Phones“ zu verlieren. Quelle: Reuters

Bundeskanzlerin Angela Merkel nutzt die Technologie des Verschlüsselungsspezialisten Secusmart. Der braucht sich künftig keine Sorgen zu machen, den Auftrag für die „Merkel-Phones“ zu verlieren.

(Foto: Reuters)

BerlinDer Verschlüsselungs-Spezialist Secusmart muss sich zunächst keine Sorgen machen, wegen des Verkaufs an Blackberry den Auftrag für die besonders gesicherten „Merkel-Phones“ der Bundesregierung zu verlieren. „Konkrete Auswirkungen auf die aktuelle Ausstattung der Bundesverwaltung mit Produkten der Firma Secusmart sind nicht zu erwarten“, teilte das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) am Mittwoch auf Anfrage mit.

Zugleich werde das BSI aber „die langfristigen Auswirkungen des Verkaufs auf die Sicherheitseigenschaften der betroffenen Produkte sehr genau untersuchen“, hieß es weiter. „Zudem werden auch die bestehenden rechtlichen Möglichkeiten von den dafür zuständigen Stellen geprüft.“

Secusmart ist ein Spezialist für Sprachverschlüsselung. Blackberry kündigte am Dienstag die Übernahme der Düsseldorfer Firma an, um das eigene Angebot zu stärken. Das BSI erklärte, Einzelheiten zum Vertrag seien der Behörde derzeit nicht bekannt.

Secusmart-Chef Hans-Christoph Quelle ist der Ansicht, dass seine Firma die Bundesregierung auch mit einer kanadischen Konzernmutter beliefern kann: Die Kryptokarten für die Verschlüsselung kommen vom BSI. Secusmart werde auch unter dem Dach von Blackberry eine deutsche GmbH mit Sitz in Deutschland bleiben, betonte Quelle.

  • dpa
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